{"id":5949,"date":"2025-08-26T10:48:11","date_gmt":"2025-08-26T08:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/jugendherbergen-im-rheinland.de\/newsblog\/?p=4309"},"modified":"2025-10-30T11:06:45","modified_gmt":"2025-10-30T10:06:45","slug":"wie-inklusive-beschaeftigung-jugendherbergen-bereichert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jugendherbergen-im-rheinland.de\/familien2026\/fr\/2025\/08\/26\/wie-inklusive-beschaeftigung-jugendherbergen-bereichert\/","title":{"rendered":"Comment l'emploi inclusif enrichit les auberges de jeunesse"},"content":{"rendered":"
Was passiert, wenn Menschen mit geistiger Behinderung Teil eines Jugendherbergsbetriebs werden? In den Jugendherbergen im Rheinland wei\u00df man darauf eine ganz klare Antwort: Es entsteht eine echte Win-Win-Situation \u2013 f\u00fcr die Mitarbeitenden mit Behinderung, f\u00fcr die Teams vor Ort und nicht zuletzt f\u00fcr die G\u00e4ste.<\/p>\n
Seit 20 Jahren bringt die ProjektRouter gGmbH<\/a><\/strong><\/span> Menschen mit Behinderung in Arbeit \u2013 nachhaltig, individuell begleitet und mit viel Gesp\u00fcr f\u00fcr die St\u00e4rken jedes Einzelnen. \u00dcber 280 Menschen werden derzeit vom Inklusivdienstleister unterst\u00fctzt, 46 von ihnen sind in Jugendherbergen im Rheinland t\u00e4tig \u2013 vom Housekeeping \u00fcber die K\u00fcche bis hin zur Haustechnik. Seit 2024 ist auch die Auberge de Jeunesse Bonn<\/a><\/strong><\/span> dabei. Ein mutiger Schritt, den das Team dort mit Begeisterung geht.<\/p>\n \u201eWir wollten gezielt neue Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung ins Team holen\u201c, erz\u00e4hlt Maria Kreilkamp, kommissarische Hausleitung der Jugendherberge Bonn. \u201eF\u00fcr uns ist das eine echte Bereicherung \u2013 fachlich wie menschlich.\u201c<\/p>\n Zum Auftakt unterst\u00fctzten drei Mitarbeitende mit Behinderung das Team der Jugendherberge Bonn. F\u00fcr Maria Kreilkamp stand von Anfang an fest: Das Team muss gut vorbereitet sein. \u201eWir haben viel im Vorfeld kommuniziert, \u00c4ngste genommen und \u00fcber gute Erfahrungen gesprochen. Heute sind Ber\u00fchrungs\u00e4ngste kein Thema mehr.\u201c<\/p>\n Das t\u00e4gliche Miteinander ist gepr\u00e4gt von R\u00fccksicht, Aufmerksamkeit und Offenheit. Arbeitsauftr\u00e4ge werden individuell angepasst, Aufgaben kleinschrittig erkl\u00e4rt, Arbeitszeiten flexibel gestaltet. Wo n\u00f6tig, wird ein R\u00fcckzugsort geschaffen oder der Arbeitsplatz entsprechend angepasst. Und immer steht fest: Jeder hat seinen Platz im Team \u2013 mit seinen St\u00e4rken und Grenzen.<\/p>\n Damit Integration gelingt, braucht es gute Begleitung. Genau das leistet die ProjektRouter gGmbH aus K\u00f6ln: Die Inklusionscoaches sind regelm\u00e4\u00dfig vor Ort, begleiten die Mitarbeitenden eng und stehen den Teams in schwierigen Situationen zur Seite. \u201eWir beraten bei Arbeitsplatzgestaltung, helfen in Konflikten und trainieren neue Aufgaben mit den Mitarbeitenden ein\u201c, erkl\u00e4rt Alex Labruier. Er ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Inklusionsdienstleister ProjektRouter gGmbH und wei\u00df: \u201eDie t\u00e4gliche Erreichbarkeit und enge Begleitung machen den Unterschied.\u201c<\/p>\n Und: Die Jugendherbergen bieten ein ideales Umfeld. \u201eDie Vielfalt der Aufgaben erm\u00f6glicht es, Talente zu entdecken, die sonst oft verborgen bleiben\u201c, sagt Maria Kreilkamp. So fand ein technikaffiner Mitarbeiter in Bonn seinen Platz im Tagungsbereich \u2013 und wuchs dort \u00fcber sich hinaus.<\/p>\n Auch die G\u00e4ste reagieren durchweg positiv. Immer wieder entstehen Gespr\u00e4che \u2013 offen, herzlich und auf Augenh\u00f6he. Besonders Familien mit Kindern mit Behinderung sch\u00e4tzen es, wenn sie inklusiv arbeitende Teams erleben. Aber auch Schulklassen erkennen die Mitarbeitenden an und nehmen ihre Unterst\u00fctzung gerne an. \u201eBei der Abreise hilft unser Mitarbeiter und merkt sofort, wenn ein Kind seinen Rucksack vergessen hat. Das wird dankbar angenommen. Solche Momente zeigen, wie selbstverst\u00e4ndlich das Miteinander inzwischen ist\u201c, sagt Maria Kreilkamp.<\/p>\n Dass inklusive Besch\u00e4ftigung mehr ist als eine gute Tat, zeigt sich auch an den individuellen Wegen. Einige der durch die ProjektRouter gGmbh begleiteten Mitarbeitenden haben \u00fcber die Jugendherbergen den Sprung in eine regul\u00e4re Anstellung geschafft \u2013 oder sogar eine Ausbildung begonnen. Ein Beispiel daf\u00fcr ist Jolin Kirchhoff: Sie absolvierte im Rahmen des Modellprojekts \u201eAusbildung mittendrin\u201c des Elternvereins mittendrin e.V.<\/a> <\/strong><\/span>in der Jugendherberge K\u00f6ln-Riehl erfolgreich eine IHK-Ausbildung zur Fachkraft Gastronomie. Mit dem anerkannten Abschluss in der Tasche hat sie nun deutlich bessere Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt und befindet sich derzeit in der Orientierungsphase, um ihre n\u00e4chsten beruflichen Schritte zu planen.<\/p>\n Auch Lukas L\u00f6ffelmann und Silke Gr\u00fcnewald sind auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Beide erhielten, unterst\u00fctzt durch mittendrin e.V., im Jahr 2022 \u2013 ebenfalls in der Jugendherberge K\u00f6ln-Riehl \u2013 die Chance, genau dort zu lernen, wo auch junge Menschen ohne Behinderung ausgebildet werden. Die ProjektRouter gGmbH begleitet sie dabei als erfahrene Partnerin. Lukas arbeitet derzeit intensiv mit den K\u00f6chen und Coaches auf seine Abschlusspr\u00fcfung hin. Auch Silke steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung und bereitet sich auf ihre Pr\u00fcfung im Fr\u00fchsommer 2025 vor. Ihr Ziel: eine Stelle im gastronomischen Bereich in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n Inklusive Besch\u00e4ftigung ist kein soziales Experiment \u2013 sie ist gelebte Praxis mit echtem Mehrwert. Die Jugendherbergen im Rheinland und die ProjektRouter gGmbH beweisen gemeinsam, wie Integration gelingen kann: mit Offenheit, Zeit und einem klaren Bekenntnis zu Vielfalt. Oder, wie Maria Kreilkamp sagt: \u201eSie geh\u00f6ren ganz selbstverst\u00e4ndlich zum Team und f\u00fcllen wichtige Aufgaben aus.\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Que se passe-t-il lorsque des personnes handicap\u00e9es font partie d'un \u00e9tablissement d'h\u00e9bergement ? Dans les auberges de jeunesse de Rh\u00e9nanie, cela donne lieu \u00e0 une v\u00e9ritable histoire \u00e0 succ\u00e8s - avec du c\u0153ur, du respect et des perspectives.<\/p>","protected":false},"author":22,"featured_media":4311,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[72,73,74,75,76,77,78,79,80,81,82,83,84],"class_list":["post-5949","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fokus-rheinland","tag-arbeitsmarkt-inklusion","tag-ausbildung-mittendrin","tag-bonn","tag-duale-ausbildung","tag-fachkraeftemangel","tag-inklusion","tag-inklusionscoaching","tag-inklusive-beschaeftigung","tag-jugendherbergen-rheinland","tag-koeln-riehl","tag-menschen-mit-behinderung","tag-projektrouter","tag-soziale-teilhabe"],"acf":[],"yoast_head":"\nIntegration mit Plan \u2013 und ganz viel Herz<\/h2>\n
Coach inklusive: ProjektRouter als starke Partnerin<\/h2>\n
G\u00e4ste zeigen Respekt \u2013 und Neugier<\/h2>\n
Inklusion wirkt \u2013 f\u00fcr alle<\/h2>\n
Conclusion<\/h2>\n