Inklusion am Arbeitsplatz
Zugang in den ersten Arbeitsmarkt
In der Jugendherberge Köln-Riehl begannen Silke Grünewald (22) und Jolin Kirchhoff (19) ihre Ausbildung zur „Fachkraft für Gastronomie/ Restaurantservice“, der 19-jährige Lucas Löffelmann startete als Azubi zum „Fachpraktiker Küche“. Neu und besonders ist, dass es sich um reguläre Ausbildungen handelt – inklusive Ausbildungsvertrag und Unterricht in der Berufsschule. „Bislang gab es für junge Menschen mit Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ häufig nur die Möglichkeit, eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung zu besuchen“, sagte die Projektleiterin Eva-Maria Thoms von „mittendrin e.V.“ „Mit dem neuen Projekt wird auch diese Gruppe in das reguläre duale Ausbildungssystem integriert und hat somit eine Option auf den ersten Arbeitsmarkt “. Ziel ist es, dass Auszubildende wie Silke, Jolin und Lucas später in ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben können.
Integrativer Arbeitgeber
Steffen Minas, Leiter der Jugendherberge Köln-Riehl, war sofort bereit, bei „Ausbildung mittendrin“ mitzumachen. „Es gehört zu den Grundwerten der Jugendherbergen, dass alle Menschen unsere Angebote wahrnehmen können. Das impliziert auch ihre Verantwortung als Arbeitgeber. Wir beschäftigen aktuell 70 Mitarbeitende, von denen 17 ein Handicap haben. In der Jugendherberge Köln-Riehl arbeiten wir seit mehr als 15 Jahren integrativ und haben damit gute Erfahrungen gemacht.“
„Uns ist es wichtig, dass Inklusion und Integration nicht mit der Schule aufhören, sondern an der Arbeitsstelle weitergehen.“
Steffen Minas, Leiter der Jugendherberge Köln-Riehl