Klima-News zwischen TikTok und Tagesschau.

Klima-News zwischen TikTok und Tagesschau

Fake News, Halbwahrheiten und algorithmisch verstärkte Narrative gehören mittlerweile zum Medienalltag. Wie lernen Jugendliche also, Medien gezielt zu nutzen und verlässliche Quellen von manipulativen Botschaften zu unterscheiden? Als außerschulische Lernorte greifen die Jugendherbergen diese Herausforderung im Rahmen von Klassenfahrtenprogrammen aktiv auf. Mit gezielten Angeboten zur Medienkompetenz vermitteln sie etwa Recherchefähigkeit, Quellenkritik und die reflektierte und respektvolle Mediennutzung – Fähigkeiten, die in einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbar sind. Die Programme stehen damit beispielhaft für das Selbstverständnis und den satzungsgemäßen Bildungsauftrag der Jugendherbergen im Rheinland: aktuelle gesellschaftliche Themen aufzugreifen und Lernangebote zu schaffen, die Schüler*innen zur verantwortungsvollen gesellschaftlichen Teilhabe befähigen.

„Die Kompetenz, Fakten von Meinungen und Desinformationen zu unterscheiden, avanciert zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz für junge Menschen. Die Realisierung eines Workshops zum Thema Medienkompetenz mit Daniel Harrich war für uns ein besonderes Ereignis. Das exklusive Angebot möchten wir im nächsten Jahr gerne fortsetzen.“

Cathrin Arnemann,
Leiterin Marketing & Vertrieb im DJH-Landesverband Rheinland

Glaubwürdiger Journalismus: von Expert*innen lernen

Der Workshop „Medienkompetenz“, an dem 60 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Hollenberg-Gymnasiums Waldbröl teilnahmen, war für alle ein ganz besonderes Lern-Event. Anlass war die Preview zum ARD-Thriller „Verschollen“ am 5. November 2025 in der Jugendherberge Waldbröl „Panarbora“. Filmemacher, Drehbuchautor und Investigativjournalist Daniel Harrich thematisiert darin den Missbrauch von CO₂-Zertifikaten und die zerstörerischen Folgen sogenannter „grüner“ Projekte im brasilianischen Regenwald. Der Ort für den Workshop konnte also nicht passender sein, steht doch der Naturerlebnispark Panarbora für unmittelbare Naturerfahrung, nachhaltiges Lernen und den Schutz natürlicher Lebensräume. Ausgehend von der Filmhandlung recherchierten die Jugendlichen selbst, prüften Quellen, hinterfragten Aussagen und produzierten eigene Nachrichtenbeiträge. Unterstützt von Prof. Dr. Klemens Laschefski, Professor für politische Ökologie an der brasilianischen Bundesuniversität Minas Gerais, lernten sie, wie Informationen entstehen, wie leicht sie verzerrt werden können – und woran sich glaubwürdiger Journalismus erkennen lässt. Der Workshop zeigte eindrücklich: Wer Medien durchschaut, wird souveräner im Umgang mit Informationen und kann sich fundiert an gesellschaftlichen Debatten, etwa zum Klimawandel, beteiligen.

„Wir haben den Sendestart des Films in der ARD ab 6. November genutzt, um mit Schüler*innen über Fake News, Pressefreiheit und Glaubwürdigkeit von Medien zu sprechen.“

Daniel Harrich, Autor und Regisseur des ARD-Thrillers „Verschollen“

Vielfältige Angebote zur Medienbildung

Der Workshop „Medienkompetenz“ steht exemplarisch für ein ganzes Themenbündel von Angeboten, mit denen die Jugendherbergen im Rheinland die digitalen Kompetenzen junger Menschen im Rahmen einer Klassenfahrt stärken. Mit dem Programmangebot „Smarte Klasse“ wagen Schüler*innen in der Jugendherberge Radevormwald zum Beispiel das Offline-Experiment und hinterfragen ihren eigenen Medienkonsum. In der Jugendherberge Bad Honnef lernen Schulklassen im Programm „fairnetzt“, wie respektvolle Kommunikation im digitalen Raum gelingt. „Cybermobbing auf der Spur“ in der Jugendherberge Simmerath-Rurberg sensibilisiert Jugendliche für die Risiken digitaler Kommunikation. In der Jugendherberge Essen vermittelt „#Hashtag – Medienkompetenz für Jugendliche“ Strategien gegen Desinformation und Manipulation. Denn: Wenn Jugendliche verstehen, wie Medien funktionieren, werden sie zu selbstbewussteren, mündigeren Mediennutzenden.

In medias res: (1-5) Filmemacher, Drehbuchautor und Investigativjournalist Daniel Harrich thematisiert in seinem Film „Verschollen“ den Missbrauch von CO₂-Zertifikaten im brasilianischen Regenwald. Ausgehend von der Filmhandlung trainierte der Medienprofi mit 60 Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 des Hollenberg-Gymnasiums Waldbröl, wie man etwa seriös recherchiert und Quellen prüft. (6) Prof. Dr. Klemens Laschefski, Professor für politische Ökologie an der brasilianischen Bundesuniversität Minas Gerais und wissenschaftlicher Berater des ARD-Films, unterstützte die Veranstaltung mit Fachkompetenz und Expertise. Er begleitet seit Jahren indigene Gemeinschaften, deren Lebensraum durch vermeintliche Klimaschutzprojekte bedroht ist.
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