Lern- und Erlebnisraum Natur.

Lern- und Erlebnisraum Natur

Der Erfolg der Aktivreisen für Kinder, Jugendliche und Familien lässt sich überraschend einfach zusammenfassen: In den Jugendherbergen im Rheinland warten echte Abenteuer. Was so leicht klingt, ist indes pädagogisch fundiert, über viele Jahre erprobt und sozial wirksam. Statt digitalem Input stehen echte Erlebnisse im Mittelpunkt: reale Begegnungen, Bewegung und gemeinsame Entdeckungen in vielfältigen Lern- und Erfahrungsräumen. Der Erfolg gibt dem Konzept recht: Auch 2025 zogen die Aktivreisen für Kinder, Jugendliche und Familien wieder eine starke Bilanz. Besonders gefragt waren die naturerlebnispädagogischen Programmangebote. Sie stehen bei jungen Naturforscher*innen wie erwachsenen Outdoorfreund*innen seit vielen Jahren hoch im Kurs. Die Natur ist für alle Altersgruppen ein lebendiger Erfahrungsraum, der unmittelbare Erlebnisse ermöglicht und echte Verbindungen schafft – zur Umwelt und zueinander. Im Sinne des Satzungsauftrags zur Jugend- und Umweltbildung eröffnen die Aktivreisen einen Zugang zu ökologischen Zusammenhängen. Denn: Wer Natur erlebt und versteht, kann Entwicklungen wie den Klimawandel besser einordnen und den eigenen Umgang mit der Natur bewusster reflektieren.

Ab ins Grüne: Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche

Das Handy weglegen, rausgehen, sich bewegen und die Natur bewusst als Erlebnis- und Lernraum erfahren: In den Ferienfreizeiten der Jugendherbergen im Rheinland geht es nicht nur um Abenteuer, sondern auch um Pädagogik und Gesundheit – etwa darum, die Resilienz junger Menschen zu stärken, körperlich aktiv zu sein und soziales Miteinander durch echte Begegnungen zu fördern.

Bestes Beispiel sind die „Wildnis-Scouts“ – das 6-tägige Programm findet seit 2025 in der Jugendherberge Mönchengladbach Hardter Wald statt und richtet sich an Kinder von 8 bis 12 Jahren. Hier passt alles zusammen. Inmitten des rund 450 Hektar großen Mischwaldes im Naturpark Schwalm-Nette erleben die Teilnehmer*innen großartige Ferien. Zusammen mit Naturpädagog*innen lernen sie die Lebensräume der heimischen Waldbewohner kennen. Sie erfahren, wie sich die Fährten der Wildschweine von denen der Rehe unterscheiden und was die „Jäger der Nacht“ auszeichnet. Von einem selbstgebauten Wald- und Forschungslager aus starten sie ihre Expeditionen, erforschen Wassertiere, bauen Fledermauskästen und schreiben eigene Forscher*innentagebücher.

„Als biozertifizierte Umwelt-Jugendherberge verfolgt unser Team ein ganzheitliches Konzept. Über das umwelt- und freizeitpädagogische Programmangebot hinaus legen wir großen Wert auf Ressourcenschonung und gesunde Ernährung aus regionalen Quellen.“

Claudia Becker, Mitarbeiterin in der Umwelt-Jugendherberge Mönchengladbach Hardter Wald

Ferienprogramme wie die „Wildnis-Scouts“ schaffen damit ein Setting, das jungen Menschen einen frühen Zugang zu ökologischen Zusammenhängen ermöglicht. Je früher Kinder die Natur erleben, spüren und verstehen, desto eher entwickeln sie ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und können Verantwortung für die Umwelt übernehmen. Neben den Wildnis-Scouts“ gibt es weitere spannende naturerlebnispädagogische Programme, die Kinder und Jugendliche nach draußen locken und für die Natur begeistern. Hier einige Beispiele:

  • In der Jugendherberge Hellenthal richtet „Mission Possible“ den Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Spielerisch und experimentell setzen sich Kinder und Jugendliche dort mit Fragen zu Mobilität, Ernährung, Klima und Ressourcennutzung auseinander.
  • Das erfolgreiche Baustein-Konzept der „Survival Academy“ in der Jugendherberge Rurberg-Simmerath basiert auf höchstmöglicher Flexibilität. Die Jugendlichen können täglich aus verschiedenen Workshops denjenigen auswählen, der am besten zu ihren Interessen passt. Im Angebot sind beispielsweise Klettern, Paddeln oder Floßbau, Orientierung mit Karte, Kompass und GPS, aber auch Phasen des Innehaltens, wie sie beim Bogenschießen möglich sind.
  • Mitten im größten zusammenhängenden Waldgebiet des Bergischen Landes lädt die Wald-Jugendherberge Windeck-Rosbach Kinder dazu ein, die Natur als „Wald- & Wildnisdetektive“ mit allen Sinnen zu erkunden. Herbergsleiterin Bianka Bokelmann ist selbst Försterin und weiß nur zu gut, wie man Kindern ökologische Zusammenhänge durch Spurenlesen, Hüttenbau, nächtliche Erkundungen oder handwerkliche Arbeiten spielerisch nahebringt.

„Das abwechslungsreiche Programm mit Nachtwanderung, Sport und Spiel, den Ausflügen nach Bonn und dem Training von praktischen „Agentenfertigkeiten“ hat mir sehr gut gefallen. Die Betreuungspersonen haben sich viel Mühe gegeben und waren sehr nett – ebenso das Personal der Jugendherberge. Mein Freund und ich hatten zusammen mit den anderen Jugendlichen eine schöne Woche.“

Jonas R., Teilnehmer der Ferienfreizeit: licence2learn in Bonn

Outdoor-Erlebnisse für die ganze Familie

Von den wilden Wäldern des Nationalparks Eifel bis zu den sanften Auenlandschaften des Niederrheins liegen zahlreiche Jugendherbergen in den schönsten Naturregionen des Rheinlands. Gerade für Familien bietet sich dort die perfekte Gelegenheit, im Rahmen von Familienreisen und Wochenendangeboten gemeinsam die Natur zu entdecken und wertvolle Zeit miteinander zu verbringen – und das ohne lange Anreise „gleich um die Ecke“. Beim „Wildniswissen“ in der Jugendherberge Bad Münstereifel oder dem Felsenkletterkurs „Family on the rocks“ in der Jugendherberge Nideggen erleben Eltern und Kinder alle Programmpunkte gemeinsam. Einige Familienreisen wurden so entwickelt, dass sie die unterschiedlichen Bedürfnisse von Erwachsenen und Kindern berücksichtigen. Nach dem Motto „individuell und doch zusammen“ beinhalten diese Angebote Programmpunkte, in denen Eltern und Kinder auch mal getrennte Wege gehen: Die Kinder haben je nach Alter und Talent viel Zeit zum Spielen, Toben und Ausprobieren, wohingegen die Eltern sich die Wanderschuhe schnüren, um die Landschaft zu erkunden. Eltern haben so die Möglichkeit, sich ausreichend Zeit für ihre Kinder und auch für sich selbst zu nehmen: Alle kommen auf ihre Kosten und haben am Abend viel zu erzählen.

  • Neu im Programm war 2025 zum Beispiel der „Wander-Zirkus“ in der Jugendherberge Bad Münstereifel. Während die Kinder sich nach einem Waldaktionstag für die ganze Familie ganz nach Alter und Talent als Zirkusartist*innen erproben, wandern die Erwachsenen durch die wilde Eifel. Abends treffen sich dann alle wieder, teilen Erfahrungen, erzählen Geschichten und führen ihre Erlebnisse zusammen.
  • Ebenso eltern- und kindgerecht hat die Jugendherberge Gemünd Vogelsang ihre Familienfreizeit „Wandern & Wagnis im Nationalpark“ entwickelt. Kennenlernspiele und ein Abenteuertag markierten den gemeinsamen Einstieg in die Woche. Während die Kinder sich anschließend an drei Tagen beim Abenteuersport oder in Natur- und Wasserwerkstätten ausprobieren, wandern die Erwachsenen mit einem Guide durch den Nationalpark Eifel. Für die gemeinsamen Abende – zum Beispiel am Lagerfeuer – gibt es dadurch reichlich Gesprächsstoff.

Abenteuer, Mutmomente und ganz viel Begeisterung: Die naturerlebnispädagogischen Familienprogramme setzen auf gemeinsame Aktivitäten, genauso wie auf Programmpunkte, in denen Kinder und Eltern ihre eigenen Wege gehen. Was zählt, ist: Groß und Klein sind immer pädagogisch betreut – und am Abend haben sich alle viel zu erzählen.
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