Zwei starke Ausstellungen in Düsseldorf: Franz Marc und Niki de Saint Phalle
Düsseldorf hat in diesem Herbst gleich zwei große Namen der Kunstgeschichte zu bieten: Im K20 zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine umfangreiche Ausstellung zu Franz Marc, im Kunstpalast steht Niki de Saint Phalle im Mittelpunkt. Zwei sehr unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten – und zwei Ausstellungen, die sich auch gut mit einem Familienausflug verbinden lassen.
Franz Marc im K20
Blaue Pferde, gelbe Kühe und intensive Farben: Franz Marc gehört zu den bekanntesten Künstlern des Expressionismus. Die Ausstellung „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“ zeigt vom 12. September 2026 bis 24. Januar 2027 mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier.
Im Mittelpunkt steht Marcs künstlerische Entwicklung zwischen 1905 und 1914. Die Ausstellung zeigt, wie sich seine Tierdarstellungen zunehmend von der sichtbaren Wirklichkeit lösen und Farben und Formen immer wichtiger werden.
Ausgangspunkt ist unter anderem das Werk „Drei Katzen“ aus dem Bestand der Kunstsammlung. Ergänzt wird es durch zahlreiche internationale Leihgaben.
Gerade für Kinder können die farbenfrohen Tierbilder ein guter Einstieg sein. Das K20 bietet außerdem begleitende Programme und Workshops für junge Besucher*innen an.
Niki de Saint Phalle im Kunstpalast
Ganz anders und doch ebenso farbgewaltig ist die große Retrospektive „Niki de Saint Phalle. Dream Machine“ im Kunstpalast. Sie läuft vom 10. September 2026 bis 7. Februar 2027 und zeigt mehr als 100 Werke aus mehreren Jahrzehnten.
Zu sehen sind unter anderem die berühmten Nanas, Schießbilder, Filme, Skulpturen und Entwürfe für monumentale Kunstprojekte. Dabei geht es nicht nur um Farbe und Fantasie, sondern auch um Themen wie Selbstbestimmung, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Normen.
Die Ausstellung zeigt zudem, wie eng Niki de Saint Phalle mit anderen Künstler*innen ihrer Zeit vernetzt war. Ihre Arbeiten treten unter anderem in Dialog mit Werken von Jean Tinguely, Yayoi Kusama und Dorothy Iannone.
Auch hier gibt es Angebote für Familien und Kinder. Besonders passend: Im „Studio Niki“ können Besucher*innen selbst kreativ werden.
Zwei Ausstellungen, ein Kunsttag
K20 und Kunstpalast liegen beide zentral in Düsseldorf und lassen sich gut miteinander verbinden. Wer beide Ausstellungen an einem Tag besuchen möchte, sollte allerdings genügend Zeit einplanen.
Der Reiz liegt gerade im Kontrast: Franz Marc suchte in Natur und Tierwelt nach einer anderen, harmonischeren Welt. Niki de Saint Phalle stellte bestehende Rollenbilder infrage und entwarf ihre ganz eigene, bunte Gegenwelt.
Wer aus dem Ausstellungsbesuch direkt einen kleinen Düsseldorf-Trip machen möchte, kann in der Jugendherberge Düsseldorf übernachten. Das City-Hostel liegt linksrheinisch und ist ein guter Ausgangspunkt, um neben den Museen auch Altstadt, Rhein und Medienhafen zu entdecken. Für Familien gibt es 2026 unter anderem die Familien-Auszeit mit zwei oder vier Übernachtungen und Frühstück.
Titebild: Ulrich Otte, Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH