Chorify: Ein Probenwochenende „mit Zeit für uns“
Wenn Chorify (Bild oben: bei einem Auftritt in Bonn, Foto: Olaf Szebsdat) probt, wird konzentriert gearbeitet – aber auch viel gelacht. Der rund 35-köpfige Chor aus Düsseldorf steht für modernen A-cappella-Sound, vierstimmige Arrangements und eine Gemeinschaft, die weit über die wöchentlichen Proben hinausgeht. Geleitet wird das Ensemble von David Blum, der viele Stücke eigens für die typische SATB-Besetzung arrangiert. Wer mehr über die Entstehungsgeschichte von Chorify, die musikalische Ausrichtung und besondere Auftritte erfahren möchte, findet hier unseren ersten Blogartikel über den Chor.
Im März steht nun ein besonderer Termin an: das Probenwochenende in der Jugendherberge Nettetal-Hinsbeck, das der Chor beim Leistungssingen NRW im Jahr 2024 gewonnen hatte. Rund 20 Sänger*innen reisen an, einige weitere kommen tageweise dazu. Für manche ist es das erste Chorwochenende überhaupt.
„Gerade für die neuen Gesichter ist das eine schöne Gelegenheit, direkt intensiv ins Chorleben einzutauchen und alle kennenzulernen“, sagt Nadine Vostatek aus dem PR-Team des Chors.
Zeit für Technik, Klang und Ausdruck
Anders als vor großen Konzerten geht es diesmal nicht um den Feinschliff für einen konkreten Auftritt. Chorify möchte sich bewusst Zeit nehmen. „Wir wollen an Gesangstechniken und Ausdruck arbeiten und uns nicht direkt in die Konzertvorbereitung stürzen“, erklärt Vostatek. „Es geht darum, musikalisch weiter zusammenzuwachsen, damit wir auf der Bühne unser Bestes geben können.“
Das bedeutet: konzentrierte Proben ohne Zeitdruck, Feinarbeit an bestehenden Arrangements und Raum für neue Stücke. Mehrstündige Einheiten ermöglichen eine Tiefe, die im normalen Probenalltag mit seinen begrenzten Zeitfenstern kaum erreichbar ist.
Gemeinschaft, die hörbar wird
Doch so wichtig die musikalische Arbeit ist – das Miteinander spielt eine ebenso große Rolle. „Ein guter Chor lebt von Vertrauen, Gemeinschaft und Spaß am Zusammensein“, sagt Nadine Vostatek. „Diese gemeinsame Zeit außerhalb des Alltags gibt uns die Möglichkeit, noch enger zusammenzuwachsen.“
Gemeinsame Abende, kleine Spiele oder Spaziergänge gehören bei Chorify fast schon zum Ritual. „Wir freuen uns besonders auf die Abende, an denen man zusammen sitzt, lacht, singt und einfach Chor-Mensch ist“, erzählt sie. Oft seien es gerade die spontanen Momente zwischen den Proben, die lange in Erinnerung bleiben.
Warum ein Wochenende mehr bewirkt als viele Einzelproben
Ein Probenaufenthalt bündelt, was im Alltag oft nebeneinanderläuft: Musik, Austausch und gemeinsames Erleben. Wenn alle an einem Ort sind, entsteht Fokus – und ein besonderer Teamgeist.
„Probenaufenthalte ermöglichen uns eine Tiefe und Intensität, die im normalen Probenalltag kaum erreichbar ist“, fasst Nadine Vostatek zusammen. „Man ist gemeinsam an einem Ort, ohne Ablenkung, mit viel Zeit für Musik und Begegnung – das stärkt nicht nur unseren Klang, sondern auch unser Gemeinschaftsgefühl.“
Wichtig sind dafür passende Rahmenbedingungen: gut nutzbare Probenräume mit angenehmer Akustik, Rückzugsmöglichkeiten für Stimmgruppenproben und eine Verpflegung, die Energie für lange Probentage liefert.
Im März heißt es für Chorify also: Koffer packen, Noten mitnehmen – und ein Wochenende lang ganz in Musik und Gemeinschaft eintauchen.