Digitale Teilhabe.

„Jugendherbergen sind Orte der Begegnung – unabhängig von Herkunft, Alter, Einschränkung oder sozialem Hintergrund. Dieser Anspruch beginnt nicht erst beim Einchecken an der Rezeption, sondern bereits beim ersten „Klick“. Mit der Umsetzung der Standards des BFSG haben wir einen weiteren Schritt zu mehr Chancengleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe für alle unternommen.“

Oliver Mirring, Geschäftsführer des DJH-Landesverbandes Rheinland

Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit Juni 2025 ein verbindlicher Standard für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr. Webseiten und die dort angebotenen Dienstleistungen müssen festgelegte Kriterien erfüllen, um von möglichst allen Menschen bedient werden zu können. Bereits vor Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes hatte der DJH-Landesverband Rheinland gemeinsam mit dem Hauptverband technische und redaktionelle Anpassungen vorbereitet. Von Anfang an war es das Ziel, die gesetzlichen Vorgaben nicht nur formal zu erfüllen, sondern qualitativ hochwertig umzusetzen, damit die Angebote auch für Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung nutzbar sind. Für den DJH-Landesverband Rheinland ist dies eine folgerichtige Weiterentwicklung seines in der Satzung festgelegten Selbstverständnisses zur Förderung von Chancengleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe für alle. Digitale Barrierefreiheit kommt damit allen Nutzenden webgestützter Kommunikation zugute, denn jede*r profitiert von klaren Strukturen, besserer Lesbarkeit und intuitiver Navigation. Barrierefreiheit stärkt somit auch die Auffindbarkeit, die Benutzerfreundlichkeit und die Reichweite der Jugendherbergsangebote insgesamt.

Maßnahmen 2025

Die Umstellung ist ein Prozess, der über 2025 hinaus fortgeführt wird. Dennoch sind die zentralen Grundlagen gelegt und die wichtigsten Dokumenttypen angepasst. Eine öffentlich zugängliche und fortlaufend aktualisierte Barrierefreiheitserklärung informiert auf den Webseiten über den aktuellen Stand der barrierefreien Zugänglichkeit.

Zur Verbesserung der Barrierefreiheit wurden auf den Webseiten Farbkontraste und Schriftgrößen geprüft und bei Bedarf optimiert. Klare Menüführungen und Seitenstrukturen sorgen für Orientierung, alle Funktionen sind per Tastatur zugänglich. Bilder haben über sogenannte Alternativtexte eindeutige Beschreibungen erhalten, damit Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sie von Screenreadern vorlesen lassen können und so eine Vorstellung vom jeweiligen Bild bekommen. Alle neu produzierten Videos werden in barrierefreien Versionen bereitgestellt – inklusive Untertiteln und Audiodeskriptionen. Dies verbessert die Nutzungsqualität für alle Gäste, zum Beispiel in geräuschsensiblen oder mobilen Settings. Für neu veröffentlichte PDFs, wie etwa Hausprospekte oder Broschüren, wurden barrierefreie Templates entwickelt. Auch bestehende Dokumente sind bereits priorisiert und werden bei ihrer Neuauflage barrierefrei gestaltet.

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