Das Bild zeigt ein Mädchen mit einer Lupe, die sich auf einer Wiese eine Blume näher anschaut. Hinter ihr befindet sich Natur, der Himmel ist blau.

Nachhaltigkeit sichtbar machen

„Nachhaltigkeit ist kein Ziel, sondern ein Weg, den man gemeinsam geht.“

Oliver Mirring, Geschäftsführer DJH-Landesverband Rheinland

Pionierarbeit für eine nachhaltige Zukunft

Der DJH-Landesverband Rheinland übernimmt eine Vorreiterrolle: Als erster Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks hat er einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht erstellt – nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). In der Erklärung wird dokumentiert, wie Nachhaltigkeit  strategisch verankert und praktisch umgesetzt wird – transparent, strukturiert und messbar.

Was ist der DNK – und warum ist er wichtig?

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) ist ein branchenübergreifender Berichtsstandard, der von Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen genutzt wird, um ihr Nachhaltigkeitsengagement transparent und vergleichbar darzustellen. Auch der DJH-Landesverband Rheinland veröffentlicht seine Leistungen in der DNK-Datenbank – und macht damit sein umfassendes Engagement für hochwertige Bildung, Maßnahmen zum Klimaschutz und Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen sichtbar. Denn über den Umwelt- und Naturschutz hinaus fühlt sich der Landesverband seinem gemeinnützigen Satzungsauftrag verpflichtet: Das Werteversprechen eines respektvollen Miteinanders, einer lebenswerten Zukunft und inklusiver Bildung prägt alle Angebote und Programme. Der DNK bietet nun erstmals eine anwenderfreundliche Plattform, um diese Haltung systematisch zu dokumentieren.

Verantwortung für kommende Generationen

Nachhaltiges Handeln ist seit über 100 Jahren Teil der DJH-Identität. Umweltbildung, Ressourcenschonung und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind in der Satzung verankert. Die DNK-Erklärung macht dieses Engagement nun systematisch sichtbar – und definiert klare Ziele für die Zukunft der 32 Jugendherbergen im Rheinland.

Konkret umgesetzt – erste Maßnahmen

Im Jahr 2023 wurden erste Photovoltaikanlagen installiert, mittlerweile erzeugen sechs Häuser eigenen Strom. Verpackungsmüll wurde reduziert, Lunchpakete sind plastikfrei, und das vegetarische Speisenangebot wurde erweitert. Energie- und Abfallverbräuche werden systematisch erfasst – Wasser und Wärme folgen. Nachhaltigkeit wird als kontinuierlicher Verbesserungsprozess verstanden, nicht als Einzelprojekt.

Soziale Nachhaltigkeit: Vielfalt fördern, Chancengleichheit schaffen

Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion oder Beeinträchtigungen beeinflussen weder Bezahlung noch Entwicklungsmöglichkeiten. Mitarbeitende gelten als zentraler Erfolgsfaktor – entsprechend wird in Fortbildung, Führungskräfteentwicklung und flexible Arbeitsmodelle investiert. Seit 2020 ist mobiles Arbeiten für Verwaltungsmitarbeitende möglich. In der Jugendherberge Köln-Riehl arbeiteten im Jahr 2023 17 Menschen mit Beeinträchtigung. Zudem beteiligte sich die Jugendherberge im Jahr 2022 an dem bundesweit einmaligen Modellprojekt „Ausbildung mittendrin“ und ermöglichte drei jungen Menschen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ den Start einer dualen Ausbildung. Ziel ist es, diesen Anteil zu verdoppeln. Dafür wurde ein Inklusives Netzwerk gegründet. Auch darüber hinaus ist Vielfalt sichtbar: Im Berichtsjahr prägten 28 Auszubildende, über 160 Mitarbeitende aus verschiedenen Nationen sowie mehr als 300 Beschäftigte über 50 Jahren das Arbeitsumfeld in den Jugendherbergen im Rheinland. Besonders hervorzuheben ist der Frauenanteil in Führungspositionen: Er lag bei knapp 68 Prozent.

Menschenrechte achten – ohne Ausnahme

Gesellschaftliche Verantwortung bedeutet auch: Null Toleranz gegenüber der Missachtung von Menschenrechten. Dieses Prinzip ist Teil der Unternehmenskultur, des Leitbilds und des Verhaltenskodex – es gilt auch für Lieferanten und Partner. Beschaffungen erfolgen überwiegend regional; faire Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette sind Maßstab. Die Einhaltung nationaler und europäischer Standards wird regelmäßig geprüft. Ein Hinweisgebersystem hilft, potenzielle Verstöße frühzeitig zu erkennen und zu beheben – als Bestandteil eines glaubwürdigen Nachhaltigkeitsverständnisses.

Zukunft gestalten – gemeinsam, Schritt für Schritt

Das Bild zeigt das Logo des Deutschen Nachhaltigkeitskodex Berichtsjahr 2023Die Veröffentlichung der DNK-Erklärung markiert den Beginn eines regelmäßigen Berichtszyklus. Ziel ist ein noch nachhaltigerer Betrieb, die Klimaneutralität und Jugendherbergen, die aktiv zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen.

Die komplette DNK-Erklärung des DJH-Landesverbands Rheinland gibt es online in der DNK-Datenbank.

Das Bild zeigt ein Mädchen, dass durch einen Klettergurt gesichert in der Luft hängt und die Arme hinter dem Kopf verschränkt.

Die Kleinen ganz groß

„Durch unsere erlebnispädagogischen Angebote können Kinder und Jugendliche wertvolle Kompetenzen erwerben, die ihnen auf dem Weg ins Erwachsenenleben helfen. Wir sind überzeugt, dass diese Erfahrungen einen positiven Unterschied für unsere Gäste und für die Gesellschaft von morgen machen.“

Cathrin Arnemann,
Leiterin Marketing & Vertrieb im DJH-Landesverband Rheinland

Die Jugendherbergen im Rheinland stehen für eine weltoffene, tolerante und demokratische Gesellschaft, in der das respektvolle Miteinander und die Vielfalt gelebte Werte sind. Diese völkerverständigende Idee, die sich aus der Satzung des DJH-Landesverbands Rheinland ableitet, ist ein klarer Gegenentwurf zu populistischen, diskriminierenden und extremistischen Haltungen, die den gesellschaftlichen Frieden zu gefährden drohen. Der DJH-Landesverband Rheinland als Teil des Deutschen Jugendherbergswerks hat sich deshalb 2024 dem Bündnis „Zusammen für Demokratie“ angeschlossen – aus Verantwortung für das Gemeinwohl sowie aus Sorge davor, dass sich antidemokratische und ausgrenzende Ideologien möglicherweise bei jungen Menschen verfangen. Dem Bildungsauftrag der Jugendherbergen, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu unterstützen, kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Mitbestimmung, Teilhabe und Gleichberechtigung sind selbst in Familien oder Freundeskreisen für viele junge Menschen keine gelebten Erfahrungen mehr. Umso wichtiger sind Orte und Angebote, die sie erleben lassen, was es heißt, Teil einer Gemeinschaft zu sein: mitzubestimmen anstatt zu bestimmen, Lösungen auszuhandeln und zu kooperieren, selbst wenn der eigene Wunsch keine Mehrheiten gewinnt. Die Jugendherbergen im Rheinland sind solche Orte. Mit ihren Kooperationspartnern bieten sie wertvolle Bildungsangebote, die auf Erlebnispädagogik und Erfahrungslernen setzen und Kindern durch gezielte Förderung in frühen Lebensphasen Kompetenzen vermitteln, die ihnen helfen, resilient heranzuwachsen.

Resilienz stärken

Frühe Bildung in Kombination mit erlebnispädagogischen Angeboten kann die Entwicklung von Kindern umfassend fördern. Viele Studien zeigen, wie wichtig Konzepte mit pädagogischen Zielsetzungen durch herausfordernde Aktivitäten im sozialen und naturnahen Kontext sind: „Lernen durch Erleben“ hilft Kindern, sich psychosozial zu entwickeln.
Diese Erkenntnisse teilt auch Ulrich Koj. Er ist Dipl.-Sportwissenschaftler und einer der beiden Geschäftsführer des Programmanbieters Skills4Life, der bereits seit 2004 Kooperationspartner des DJH-Landesverband Rheinland ist. „Resilienz ist wie ein Schutzschild für die Seele“, sagt Ulrich Koj. „Ziel der Erlebnispädagogik ist deshalb, dass Kinder über das positive Verstärken ihres Selbstbilds lernen, sich selbst zu vertrauen Sie entwickeln ein Gespür für die Größe eines Problems und erkennen, dass es lösbar ist, wenn sie an Felsen klettern, ein Floß bauen oder in andere Rollen schlüpfen. Im übertragenen Sinn lernen sie damit auch, dass Krisen zum Leben dazugehören.“ Diese Aufgaben sind oft klein und beginnen teilweise bereits bei der Anreise. Plötzlich stellen sich Fragen wie: ‚Mit wem teile ich mein Zimmer?‘ oder ‚Wer schläft wo?‘– einfache Situationen, die soziale Fähigkeiten erfordern. „Dabei“ so Ulrich Koj, „geht es im Kleinen schon um Gerechtigkeit und Teilhabe – aber auch um Frustrationstoleranz, einer Fähigkeit, die heutzutage in Schule und Familie häufig nicht mehr selbstverständlich gelernt wird. In einem Sechser-Zimmer ist nämlich mehr Platz als für vier enge Freunde und nicht jeder kann das obere Bett am Fenster belegen.“ Während der Programme bleibt Mitbestimmung deshalb kein theoretisches Konstrukt. Die Kinder lösen Teamaufgaben wie Detektivspiele oder Rallyes in der Natur kooperativ und erfahren unmittelbar, was solidarisches Handeln bedeutet: zuhören, Kompromisse aushandeln und Abstimmungen akzeptieren – auch wenn die eigene Idee nicht gewinnt. „Solche Erfahrungen“ sagt Ulrich Koj, „sind besonders wertvoll, weil sie außerhalb des gewohnten schulischen oder familiären Kontextes in einer Umgebung stattfinden, die fordert, aber nicht überfordert.“ Und es sind Erfahrungen, die das Verständnis für Mitverantwortung und Toleranz stärken – Grundlagen eines stabilen demokratischen Miteinanders.

„Programme zur Medienkompetenz, die auch sprachliche Elemente beinhalten, sind wirksame Tools zur Gewaltprävention. Kinder und Jugendliche, die sich sprachlich nicht gut zur Wehr setzen und ihre Emotionen nicht verständlich machen können, werden als Heranwachsende andere Ausdrucksweisen nutzen.“

Ulrich Koj, Geschäftsführer von Skills4Life

Medienkompetenz

TikTok-Videos gucken oder durch Instagram-Reels scrollen: Soziale Medien prägen mittlerweile den Alltag von Kindern und Jugendlichen. 157 Minuten täglich – also fast 2 ½ Stunden – sind sie heute im Durchschnitt auf Social-Media-Plattformen online. Dies ermittelte 2024 ein Update der Studie „Ohne Ende Online?!“*, die mehr als 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen aktuell einen mindestens riskanten Medienkonsum attestiert. „In den Jugendherbergen hat das Smartphone während der meisten Programme Pause“, sagt Ulrich Koj, „es sei denn, es geht explizit um das Erlernen digitaler Kompetenzen.“ Auch dies ist dringend geboten, wie etwa die jüngste ICILS-Studie** zeigt, der zufolge 40 Prozent der Achtklässlerinnen und Achtklässler in Deutschland nur rudimentäre computer- und informationsbezogene Kompetenzen erreichen. In Zeiten, in denen die Digitalisierung in allen Lebensbereichen voranschreitet, können sie auf dem Tablet nicht mehr als „klicken und wischen“. Das heißt, sie können recherchierte Informationen weder reflektieren und einordnen, noch bewerten und produktiv weiterverarbeiten. Gemeinsam mit Skills4Life bieten die Jugendherbergen im Rheinland Klassenfahrten-Programme an, die die Medienkompetenz trainieren und dabei auch das Sprachverständnis berücksichtigen. „Beides“, so Ulrich Koj, „hängt unmittelbar zusammen. Wenn junge Menschen aber wissen, wie sie sich sprachlich gegen Herabwürdigungen in Klassen-Chat-Gruppen oder gegen Fake News wehren können, entwickeln sie ein Instrumentarium dafür, wie sie soziale Medien verantwortungsvoll nutzen.“

 

Bewegung und Begegnung

Nicht zuletzt unterstützen die Programme der Jugendherbergen im Rheinland die kognitive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch sportliche Aktivitäten, viel Bewegung, Naturerfahrungen sowie intensive Gemeinschaftserlebnisse. Damit schaffen sie einen wertvollen Ausgleich zur heutigen Lebenswirklichkeit vieler junger Menschen. Denn mangelnde Gelegenheiten für zwischenmenschliche und interkulturelle Erfahrungen, veränderte Familienstrukturen und Bewegungsmangel verarmen den sozialen Alltag vieler Kinder bereits in jungen Jahren. Ulrich Koj: „Sport als Hobby ist zwar immer noch wichtig, doch die langen Schultage grenzen die Zeiträume ein. Hinzu kommt, dass die Künstliche Intelligenz schon länger in der Lage ist, Bewegung quasi auszulagern. Das fängt bei computersimulierten Sport-Challenges an und hört bei digitalen Schnitzeljagden nicht auf. Dabei bewegen sich Kinder in aller Regel gerne.“ Auch dies greift die Erlebnispädagogik auf: Mit Aktivitäten, Ausflügen in der Natur und hauseigenen Freizeitangeboten wie Kleinspielfeldern, Tischkickern, Grillplätzen und weitläufigen Außengeländen bieten die Jugendherbergen im Rheinland ideale Bedingungen für bewegende Zeiten und spontane Begegnungen. Hier wird nicht nur gespielt – hier wird gelernt, geforscht und gemeinsam gelacht. Ob beim Klettern, beim Outdoorspiel oder beim abendlichen Lagerfeuer.

*Wiedemann, H., Thomasius, R., Paschke, K. (2025). Problematische Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisbericht 2024/2025. Ausgewählte Ergebnisse der siebten Erhebungswelle im September/Oktober 2024. DAK-Gesundheit. Verfügbar unter: www.dak.de/mediensucht

**https://www.bmbf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/11/111124-ICILS.html

 

Unsere Standards für Qualität

Unsere Standards für Qualität

Der DJH-Landesverband Rheinland ist stolz auf die Vielfalt und die Gastgeberqualitäten seiner 32 Jugendherbergen. Jede ist anders, alle sind besonders – und doch erfüllen die Jugendherbergen dank eines ganzheitlichen und systemischen Qualitätsmanagements einheitliche hohe Qualitätsstandards. Ihre programmatischen Schwerpunkte und Profile werden über unterschiedlichste Labels und Zertifizierungen auf verschiedenen Ebenen kommuniziert. Mit dieser Orientierungshilfe können Gäste schnell und komfortabel die Angebote und Eignungen jeder Jugendherberge überblicken, sind bestens informiert und damit gut auf ihren Aufenthalt vorbereitet.

Die DJH-Zertifizierungen

Jugendherbergen sind perfekt auf die Bedürfnisse bestimmter Gästegruppen zugeschnitten. Sie sind erkennbar an folgenden DJH-Kennzeichnungen „besonders geeignet für“

Familien
unter anderem: familienfreundliche Zimmer, kindgerechtes Essen, hauseigene Spiel- und Sportgelände, familiengerechte Aktiv-Programme

Musikgruppen
unter anderem: akustisch geeignete Proberäume, sichere Unterbringung von Instrumenten, an den Proben orientierte Mahlzeiten, Klaviere oder Keyboards vor Ort

Sportgruppen
unter anderem: Sportanlagen auf dem eigenen Gelände oder in unmittelbarer Nähe, Trocken- und Waschmöglichkeiten für die Sportkleidung, bewegungsorientierte Programmbausteine

Tagungen und Seminare
unter anderem: attraktive Tagungspauschalen, feste, persönliche Ansprechpartner*innen vor und während des Aufenthalts, flexible Essenszeiten

Backpacker
unter anderem: Lage an touristisch interessanten Standorten, gute Verkehrsanbindung, Erfahrung mit internationalen Gästen, Teil des weltweiten Youth-Hostel-Netzwerkes

Bildungsschwerpunkte für Klassenfahrten

Als größte Anbieterinnen von Klassenfahrten mit pädagogisch entwickelten Programmen übernehmen die Jugendherbergen eine führende Rolle als außerschulische Lernorte. Zahlreiche Häuser haben sich auf ein Thema spezialisiert, über das sie vielfältige Zugänge zum erlebnisorientierten Lernen anbieten.

  • Umwelt | Jugendherberge
  • Kultur | Jugendherberge
  • Aktiv und Fit | Jugendherberge

 

Umwelt I Jugendherberge
Im Rheinland trägt die Jugendherberge Mönchengladbach-Hardter Wald dieses DJH-Siegel.
In der Umwelt | Jugendherberge erleben Schulklassen ökologische Bildung jugendgerecht am praktischen Beispiel. Mit hochwertigen Programmen, erprobten Konzepten und ausgebildeten Fachkräften bieten sie Kindern nachhaltige Lerneffekte in den Themenfeldern Umweltschutz, Ressourcenschonung und gesunde Ernährung.

Haus-Kategorien

Unsere Haus-Kategorien geben Gästen einen Hinweis, welche Standards sie in einer Jugendherberge erwarten dürfen. Sie gelten bundesweit und berücksichtigen wichtige Ausstattungsmerkmale.

Classic
In der Basiskategorie überwiegt ein funktionaler Gebäudestandard mit Gemeinschaftsbädern auf den Etagen und einer zweckmäßigen Ausstattung für einfache Bedürfnisse.

Standard
Die Einrichtung ist zeitgemäß und es gibt teilweise Zimmer mit Dusche & WC. Die Räumlichkeiten bieten mit einfachen technischen Standards unterschiedliche Optionen zur Gestaltung des Aufenthalts.

Top
Hier finden Gäste ideale Bedingungen: Mehrheitlich Zimmer mit Dusche & WC, eine moderne Ausstattung, viel Platz, Begegnungspunkte und vielfältige Optionen für Gemeinschaftserlebnisse und Veranstaltungen.

Externe und touristische Siegel

Ausgewählte Interessensverbände haben Jugendherbergen auf ihre speziellen Qualitätsansprüche hin geprüft, zertifiziert und ausgezeichnet. Diese stehen für die Erfüllung anspruchsvoller Qualitätskriterien und bieten damit einzelnen Gästegruppen eine sachkundige Orientierung der für sie notwenigen Informationen.

Bio-Qualität
Immer mehr Jugendherbergen leisten durch den Einsatz von Bio-Lebensmitteln einen Beitrag zur gesunden Verpflegung ihrer Gäste sowie zum Umwelt- und Klimaschutz. Im DJH-Landesverband Rheinland sind die Jugendherbergen Lindlar, Mönchengladbach-Hardter Wald und Bonn mit dem europäischen Bio-Siegel zertifiziert.

Reisen für Alle
„Reisen für Alle“ ist ein bundesweit gültiges Kennzeichnungssystem, das Menschen mit Behinderungen zuverlässig bei ihrer Reiseplanung hilft. Im Rheinland bieten die Jugendherbergen Monschau-Hargard und Nideggen eine nach „Reisen für Alle“ geprüfte und zertifizierte Ausstattung.

ADFC „Bett + Bike“
Insgesamt 29 von 32 Jugendherbergen im Rheinland sind vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) als fahrradfreundliche Bett + Bike-Unterkunft zertifiziert. Sie erfüllen nachweislich alle Anforderungen an eine Unterkunft für Fahrradfahrende. Drei von ihnen haben auch das Zusatzzertifikat Bett + Bike-Sport.

Zurück zur Kategorie

Ludwig B. Lühl

Vorwort Ludwig B. Lühl

Vorwort

Transformation und Wandel sind Begriffe, die uns gegenwärtig überall begleiten. Der Klimawandel erfordert nachhaltige Technologien und erneuerbare Energien. Künstliche Intelligenz verändert gewohnte Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle. Globale Konflikte und Machtverschiebungen bestimmen die Geopolitik. Was gestern noch als stabil galt, ist heute oft fragil. Demnach erfordert Stabilität die dynamische Weiterentwicklung bewährter Traditionen in Richtung Zukunft. Genau das haben wir in unserer über 100-jährigen Geschichte immer wieder bewiesen. Wir haben Strategien angepasst, Infrastrukturen modernisiert, Reisetrends aufgegriffen und Programme neu gestaltet. Immer verbunden mit dem Versprechen, die Werte und Ziele der Jugendherbergsidee in ihrer jeweiligen Gegenwart zu verankern, um unseren Gästen und unserer gesellschaftlichen Verantwortung jederzeit gerecht zu werden. Die guten Ergebnisse von 2024 zeigen, dass wir unser Versprechen gehalten haben und dabei wandlungsfähig geblieben sind. Das ist keine Selbstverständlichkeit, deshalb freue ich mich sehr über das Engagement, mit dem diese Arbeit im DJH-Landesverband Rheinland von allen getragen wird.

Steigende Mitgliederzahlen, ein gutes Gesamtergebnis

Unsere Angebote sind gefragt, unser gesellschaftliches Engagement wird geschätzt: Ein deutlicher Ausdruck dieser Wertschätzung ist die stetig steigende Zahl unserer Mitglieder. Im Jahr 2024 haben 334.409 Menschen unsere Arbeit im Rheinland durch ihre Mitgliedschaft aktiv unterstützt – das ist ein Anstieg um 4.087 Mitglieder. Die guten Gäste- und Übernachtungszahlen in 2024 sprechen ebenso für sich: 458.588 Gäste besuchten im vergangenen Jahr eine unserer 32 rheinischen Jugendherbergen und generierten 981.442 Übernachtungen. Mit diesen Werten konnten wir an die stabilen Ergebnisse der vergangenen Jahre nahtlos anknüpfen.

Nachhaltig initiativ bleiben

Zukunftsfähig zu sein heißt auch, Ziele konsequent zu verfolgen und nachhaltige Initiativen fortzuführen. Deshalb forcieren wir die energetische Sanierung älterer Gebäude und bauen die Nutzung erneuerbarer Energien umfassend aus: Mit mittlerweile sechs Photovoltaikanlagen und zwei Elektrotankstellen sind wir auf einem guten Weg, weitere Initiativen werden folgen. Wir prüfen ständig, wie wir unsere Jugendherbergen so ausstatten können, dass sie neuen Reisetrends und veränderten Gästebedürfnissen gerecht werden. Dazu haben wir in unserer Haushaltsplanung für 2023 ein Sonderbudget eingeführt und 2024 erneut aufgelegt. Jede Jugendherberge kann individuell entscheiden, wie sie das Budget bedarfsorientiert für mehr Gästekomfort einsetzt. Dabei sind tolle Ideen und spürbare Verbesserungen umgesetzt worden.

Und nicht nur das, wir haben auch satzungsgemäß den Auftrag, die soziale Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien zu fördern. In den aktuell herausfordernden Zeiten bedeutet dies, dass wir unsere pädagogische Bildungsarbeit anpassen und die von uns angebotenen Programme ständig weiterentwickeln müssen.

Auch der Inklusionsgedanke ist seit jeher ein Anspruch, den wir konsequent umsetzen. Und dies nicht nur für unsere Gäste! Wir sind überzeugt, dass gelebte Inklusion am Arbeitsplatz ein Mehrwert für alle ist. 2024 hat unsere erste Auszubildende mit geistiger Beeinträchtigung ihre duale Ausbildung zur „Fachpraktikerin Gastronomie“ erfolgreich abgeschlossen. Für Menschen wie sie ist das ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Aus Tradition: Veränderungen als Chancen begreifen

2024 wäre Richard Schirrmann, der Begründer der Jugendherbergen, 150 Jahre alt geworden. Wer mehr über seine Vision sowie den Wandel der Jugendherbergen erfahren möchte, dem sei die Podcast-Episode „Eine Stunde History“ von Deutschlandfunk Nova empfohlen – eine spannende Reise zu den Ursprüngen unserer Idee. (Podcast hier anhören)

Ganz in der Tradition der Jugendherbergsidee stehen wir in Krisenzeiten für Gemeinschaft und Menschlichkeit und bleiben solidarisch mit Menschen in Not. 2024 setzten wir daher unsere Kooperation mit der Stadt Köln zum Schutz von Obdachlosen in der Jugendherberge Pathpoint Cologne fort. Die ukrainischen Flüchtlingskinder, die wir lange in der Jugendherberge Wuppertal zu Gast hatten, wissen wir inzwischen gut in andere Einrichtungen und Pflegefamilien vermittelt.

Der Wandel wird auch in der Zukunft die Konstante im DJH-Landesverband Rheinland bleiben. Ich danke deshalb aufs Herzlichste unseren Ehrenamtlichen, die 2024 wieder mit Kompetenz, Beharrlichkeit und unermüdlichem Einsatz zur Weiterentwicklung unserer Jugendherbergen beigetragen haben. Ebenso danke ich unserem Geschäftsführer Oliver Mirring, der die notwendigen Veränderungen als Chancen begreift und souverän orchestriert. Mit seinem Stellvertreter Steffen Minas steht ihm seit Januar 2024 ein Unterstützer bei den anstehenden Veränderungsprozessen und Reformen zur Seite. Und nicht zuletzt gilt mein großer Dank allen Mitarbeitenden, die unsere über 100-jährige Jugendherbergsidee jeden Tag aufs Neue mit Initiative, Ideenreichtum und unerschütterlichem Engagement wandlungsfähig halten.

Ihr Ludwig B. Lühl
Vorsitzender des DJH-Landesverbands Rheinland e.V.

Interview mit Oliver Mirring

ERNEUERUNG ALS KONTINUUM

Meldungen über Konflikte, Krisen, Kriege, Inflation, Klimawandel und die damit verbundenen sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen bestimmen derzeit unseren Alltag. Welche zentrale Aufgabe sehen Sie, Herr Mirring, in diesem Spannungsfeld für den DJH-Landesverband Rheinland.

Oliver Mirring: Ich freue mich, dass es uns immer wieder gelingt, Familien, Kinder und Jugendliche in großer Zahl zu erreichen, ihnen wundervolle Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen und sie zu begeistern. In diesen herausfordernden Zeiten ist ein stabiles Wertesystem gefragt. Für unsere Arbeit heißt das: Den bewährten traditionellen Grundsätzen treu zu bleiben und diese durch dynamische Transformationsprozesse anzupassen, damit sie stets relevant bleiben. Dass uns dies gelingt, zeigen die aktuellen Mitgliederzahlen, denn in 2024 durften wir noch einmal 4.087 neue Mitglieder im DJH-Landesverband Rheinland begrüßen und sind mit nunmehr 334.409 Mitgliedern erneut der zweitgrößte DJH-Landesverband Deutschlands – ein echt starkes Vertrauenssignal! Dieses Vertrauen zeigt sich außerdem sehr deutlich in unseren Übernachtungszahlen. 2024 bewegten sie sich mit 981.442 Übernachtungen wieder stabil um die Millionengrenze. Dieser Erfolg fußt ganz wesentlich darauf, dass wir als DJH-Landesverband seit über 100 Jahren klare Position beziehen für Werte und Tradition: Gemeinschaft ermöglichen und Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen. Die Gemeinschaftserlebnisse von damals sind allerdings nicht die Familienfreizeiten von heute und auch nicht die erlebnispädagogischen Programme von übermorgen. Unser Auftrag ist klar: Wir müssen stets achtsam sein und den aktuellen Gästebedarf im gegenwärtigen Zeitkontext aufgreifen, um zeitgemäße und inspirierende Gemeinschaftserlebnisse zu ermöglichen. Will sagen: Nicht in der Nostalgie von Hagebuttentee und Gemeinschaftsduschen zu verharren, sondern glutenfrei zu kochen oder mit Waldsofas und E-Bike-Ladeschränken in modernen Gästekomfort zu investieren. Wir prüfen also kontinuierlich, wie wir unsere Werte und Traditionen im 21. Jahrhundert zeitgemäß leben und dynamisch in die Zukunft übersetzen können.

Wie gelingt es, 32 Jugendherbergen zu transformieren? Welche konkreten Beispiele gibt es?

Oliver Mirring: Am Anfang steht dazu der erklärte Wille des Vorstands, unsere Jugendherbergen immer wieder neu zu denken. Als eines unserer ältesten Häuser ist die Jugendherberge Köln-Deutz ein gutes Beispiel dafür, welche Kontinuität die Transformation im DJH-Landesverband Rheinland hat: Seit 1928 in Köln verortet, entstand 1960 ein Neubau an ihrem jetzigen Standort, den wir um das Jahr 2000 aufwändig modernisiert und erweitert haben. Seit 2024 hat die Jugendherberge Köln-Deutz eine eigene PV-Anlage und erhält nun auch ein komplett neues Gestaltungskonzept, das sich am Profil des Hauses und dem Standort Köln orientiert. Ähnliches gilt für den Standort Kevelaer. Hier haben wir im Zuge eines kreativen und ergebnisoffenen Prozesses eine innovative Neukonzeption in Gang gesetzt, um eine Jugendherberge komplett unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu entwickeln. Jugendherbergen neu denken heißt auch die angestrebte Klimaneutralität des DJH-Landesverbands Rheinland bis 2030 voranzutreiben. Indem wir – wie 2024 geschehen – weitere fünf Jugendherbergen mit Photovoltaikanlagen ausstatten, erneuern wir nicht nur den Status Quo, sondern ändern unsere Energieversorgung grundlegend – gerade arbeiten wir daran, die Jugendherberge Gemünd Vogelsang zur ersten klimaneutralen Jugendherberge im Landesverband zu entwickeln. Auch unseren internen Strategieprozess haben wir 2024 wieder aufgenommen. Denn: Transformation ist ein Prozess tiefgreifender und komplexer Veränderungen, bei dem wir all unsere Traditionen, Leistungsversprechen, Angebote und Arbeitsroutinen zukunftsorientiert auf den Prüfstand stellen. In diesem Rahmen diskutieren wir unter anderem Fragen zur inneren Verfasstheit unseres Landesverbands und loten verschiedene Modelle für die Lenkungsebene aus. Ganz besonders freue ich mich in diesem Zusammenhang, dass Steffen Minas Anfang 2024 als mein Stellvertreter in die Geschäftsführung berufen wurde. Als ehemaliger Leiter der Jugendherberge Köln-Riehl kennt er die Arbeit „an der Basis“ und den Verband wie kaum ein anderer.

Erklärtes Ziel des DJH-Landesverbands Rheinland ist das möglichst umfassende nachhaltige Wirtschaften. Wo stehen die Jugendherbergen im Rheinland gerade?

Oliver Mirring: Auf die Investition in erneuerbare Energien bin ich bereits eingegangen. Um nachhaltig wirtschaftlich zu bestehen, prüfen wir unser Handeln auf seinen ökologischen, sozialen und ökonomischen Impact. 2024 haben wir uns dazu dem ESG-Verfahren gestellt, dessen Ergebnisse wir in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst haben. Hier sind wir übrigens Pioniere, denn der DJH-Landesverband Rheinland ist der erste DJH-Landesverband, der einen Nachhaltigkeitsbericht nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex erstellt hat. An diesem Gemeinschaftsprojekt mitgewirkt haben neben der Geschäftsführung auch Mitarbeitende, Regionalleiter, Abteilungsleiter und Herbergsleitungen. Ein externer Guide hat uns dabei beratend begleitet. Der Bericht befindet sich derzeit in der Zertifizierungsphase der prüfenden Gesellschaft und wird in Kürze publiziert.

Alle sprechen von Digitalisierung. Spielt sie bei der Transformation der Jugendherbergen auch eine Rolle?

Oliver Mirring: Eine zentrale Rolle sogar, denn wir digitalisieren mit dem Ziel, unseren Gästen mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen zu können. Neue Technologien helfen uns, Prozesse zu vereinfachen und zu verschlanken und verschaffen uns Freiräume, von denen unsere Gäste von der Beratung über die Buchung bis zum Service vor Ort profitieren. Ein gutes Beispiel ist die Einführung eines neuen Infoportals und Buchungs-Netzwerks, das eine wichtige Schnittstelle zwischen den Jugendherbergen und unserem Service-Center sein wird. Es bildet alle Angebote zielgruppengenau ab, zeigt den Status-Quo der Jugendherbergen live an und garantiert neben der effektiven Ressourcenverwaltung vor allem eine qualitätvollere Beratung zu Programmen wie etwa Klassenfahrten oder Familienfreizeiten. Nach einer Testphase in 2024 ist es das Ziel in 2025 sukzessive alle 32 Jugendherbergen in das neue System zu integrieren. Ein zweites großes Digitalisierungs-Projekt war 2024 die Implementierung eines Dokumentenmanagement-Systems (DMS). Es optimiert die intelligente Verwaltung von Daten und das rechtskonforme Archivieren von Dokumenten, so dass viel „Lauf- und Sucharbeit“ wegfällt, was zum Beispiel die Mitarbeitenden der Buchhaltung entlastet. Die Einführung neuer digitaler Systeme trägt zur Effizienzsteigerung in verschiedenen Arbeitsprozessen bei und schafft damit mehr Zeit und Raum für das Wesentliche unserer Arbeit: die Schaffung nachhaltiger Gästeerlebnisse und Begegnungen.

Wie definieren Sie Ihre gesellschaftliche und soziale Verantwortung in einer Zeit, in der auch von einer Multikrise mit einhergehendem Wertewandel die Rede ist?

Oliver Mirring: Bezugnehmend auf unsere Satzung sind wir dem Gemeinwohl verpflichtet, damit verbunden ist ein Qualitätsversprechen, pädagogische Konzepte und Angebote immer aktuell auf soziale Lernbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen anzupassen. Unsere zentralen Fragen lauten deshalb heute: Was machen die geopolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen oder die wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche mit unseren Gästen? Die Corona-Pandemie hat uns zum Beispiel gelehrt, dass junge Menschen Programme für mehr Teamfähigkeit und Resilienz benötigen. Aktuelle Studien bescheinigen Grundschulkindern in Deutschland einen erheblichen Mangel an Schreib- und Lesekompetenz. Hier steuern wir programmatisch entgegen, indem wir uns mit einem neuen Produkt „Lernreise“ an dem von der Bundesregierung initiierten Startchancen-Programm zur gezielten Förderung dieser Kompetenzen beteiligen.
Auch Inklusion betrachten wir, wenn Sie nach sozialer Verantwortung fragen, als eine wichtige Aufgabe. Das Thema ist in § 4 unserer Satzung fest verankert. Deshalb machen wir für Gäste mit Beeinträchtigung zahlreiche barrierefreie Angebote. Darüber hinaus sind wir auch inklusiver Arbeitgeber und beschäftigen in Kooperation mit Inklusionsdienstleistern mittlerweile 46 Menschen mit Handicap. Um unsere positiven Erfahrungen zu teilen, haben sich die Jugendherbergen im Rheinland 2022 unter der Federführung von Steffen Minas zu dem Verein „Inklusives Unternehmensnetzwerk e.V.“ zusammengeschlossen. Hier finden sowohl Firmen, die an inklusiven Arbeitsplätzen interessiert sind, als auch Menschen mit Behinderung auf ihrer Jobsuche kompetente Unterstützung.

Klimaneutralität, neue Herbergskonzepte und die Fortführung des Strategieprozesses: Die Agenda ist lang. Wie geht das Jahr 2025 für die Jugendherbergen im Rheinland weiter?

Oliver Mirring: Die aktuellen Reservierungs- und Buchungszahlen stimmen mich optimistisch. Auch die Energie, mit der wir verbandsintern über Strategien und Veränderungen in der Organisationsstruktur diskutieren, ist beflügelnd. Die angestoßenen Prozesse werden wir 2025 fortführen: weiter in die Energiewende, den Gästekomfort und die Entwicklung junger Menschen investieren – und weiter für erlebnisreiche Gemeinschaftserlebnisse sorgen. Transformation bleibt ein kontinuierlicher Prozess, der die strategische Perspektive ebenso braucht wie Herz, Seele und Verstand in der jeweiligen Situation.

Das Bild zeigt zwei Mädchen im Wald vor einem Baum. Das größere Mädchen hat das kleinere Mädchen auf dem Rücken.

Abenteuer. Nähe. Gemeinschaft.

Abseits des Alltags stärken Ferien- und Familienfreizeiten die psychosoziale Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien. Sie bieten intensive Gemeinschaftserfahrungen und echte Erlebnisse – abgestimmt auf die altersgerechten Lern- und Erlebniswünsche von Kindern und Jugendlichen sowie auf die aktuellen Freizeitwünsche von Familien. Durch gemeinsame Aktivitäten in der Gruppe wird Vertrauen aufgebaut und soziale Kompetenzen werden gestärkt. Gerade für Kinder und Jugendliche in sensiblen Entwicklungsphasen sind solche Erlebnisse von großer Bedeutung – sie tragen wesentlich zur Stärkung des Selbstwertgefühls und zur emotionalen Reifung bei. Weil das Erlebte mit starken Gefühlen und persönlichen Einsichten verknüpft ist, bleibt es nicht nur im Gedächtnis, es kann Orientierung geben und sinnvoll im eigenen Leben verankert werden.

Dass die Aktivreisen der Jugendherbergen im Rheinland genau den Nerv treffen, zeigt die erfolgreiche Bilanz für 2024: Für 4.806 Teilnehmende hieß es an 143 Terminen: „Herzlich willkommen!“ Besonders beliebt waren 2024 die Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche zum Thema „Sprachen & Lernen“. Aus der Perspektive der Teilnehmenden nur verständlich, denn bei der „English Holiday School“, der „English Sports Week“ oder beim „Nature Discovery Camp“ drücken sie nicht die Schulbank, sondern „erleben“ die Sprache, während sie debattieren, am Felsen klettern, Baseball spielen oder Tierfährten entziffern. Auch neue Programme gingen 2024 erfolgreich an den Start: Bei der Ferienfreizeit auf der Burg Monschau alias Mogwarts übernehmen „die Muggel“ das Regiment und versetzen Sieben- bis Zwölfjährige in magische Zauberwelten. In der Jugendherberge Hellenthal gehen Zehn- bis Vierzehnjährige indes auf eine persönliche „Mission Possible“. Dabei erfahren sie in einer Zukunftswerkstatt alles über Erfindungen von gestern, heute und morgen – und basteln natürlich auch an eigenen Ideen für übermorgen.

Bestens betreut: Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche

Jede Menge frische Luft, Bewegung, Austausch und Abenteuer – es macht Spaß, ohne Eltern unterwegs zu sein, Gleichaltrige kennenzulernen, sich in ein Team zu integrieren und Neues auszuprobieren. Von der „Stunt Academy“ über die „Zirkusferien“ bis zu „Fit4Parkour“ setzen die Programme dabei auf altersbezogene Interessen und schaffen Erlebnis- und Entwicklungsräume jenseits alltäglicher Kontexte – das alles in einer Umgebung, die auf Gemeinschaft und soziale Teilhabe setzt. Junge Menschen machen die Erfahrung, Zeit aktiv und sinnstiftend zu gestalten, nicht zuletzt, indem sie die täglichen Bildschirmzeiten durch echte Erlebnisse und Erinnerungen ersetzen. Pädagogisch qualifizierte Teamer*innen betreuen die Programme und stehen in schwierigen Momenten mit Ruhe, Kompetenz und Erfahrung an der Seite der Kinder. Eltern stellen derweil erstaunt fest, dass ihr Kind sich gar nicht meldet. Das ist ein gutes Zeichen, denn es lernt Selbstvertrauen zu entwickeln, Freundschaften zu knüpfen und neue Seiten an sich zu entdecken.

Auszeit mit und für die Familie

Alltagsstress, Termine, Aufgaben – die Anforderungen des modernen Arbeits- und Familienlebens führen oft zu Zeitdruck und Belastung. Eltern jonglieren ständig zwischen Beruf, Haushalt und Kinderbetreuung, schließlich fehlt die Zeit für gemeinsame, entspannte Aktivitäten. Hier kommen die Aktivreisen für Familien ins Spiel: Gemeinsame Erlebnisse sind der Schlüssel, um die familiären Bande zu stärken. Eltern können sich dabei nicht nur Zeit für die Kinder nehmen, sondern auch für sich selbst – so auch bei der jüngsten Programm-Neuheit: „Wandern und Wagnis“ im Nationalpark Eifel. Während die Erwachsenen tagsüber die Wanderschuhe schnüren, probieren sich die Kinder bei allerlei betreuten Outdoor- und Kletterabenteuern aus. Für gemeinsame Mahlzeiten, Spiele, eine Nachtaktion oder ein Lagerfeuer kommen alle teilnehmenden Familien wieder zusammen. Nicht immer braucht es für eine wertvolle Auszeit eine ganze Woche. Oster- oder Silvester-Specials sowie Wochenend-Programme wie das „Wellness-Wochenende“ für Mütter und Töchter sorgen auch außerhalb der Ferien für entspannte Verbindung zwischen den Generationen. Gleiches gilt auch für „Halloween“ in der Jugendherberge Kleve, wenn Familien sich treffen, um gemeinsam ein schaurig-schönes Fest zu feiern.

Grafik zur Anzahl der Programme für Familien, für Kinder und Jugendliche und Ferienwohnungen

Ein Tagungsraum mit Blick ins Grüne

… und welcher Tagungstyp sind Sie?

„Das neue Magazin TagungsTeffpunkt CITY widmet sich den Trends der Branche und zeigt auf, wie aktuelle Anforderungen an innovative Veranstaltungsformate in den Tagungs-Jugendherbergen im Rheinland umgesetzt werden.“

Oliver Mirring, Geschäftsführer des DJH-Landesverbandes Rheinland e. V.

Mit moderner Tagungstechnik und inspirierenden Lernumgebungen bieten sieben urbane und sechs naturnahe Tagungs-Jugendherbergen im Rheinland optimale Bedingungen für große und kleine Bildungs- und Fortbildungsformate. Doch jede Tagung und jedes Seminar stellt individuelle Anforderungen: Mal ist eine internationale Verkehrsanbindung gefragt, mal will sich eine Gruppe in naturnaher Umgebung zum intensiven Lernen zurückziehen. Um potenziellen Tagungs- und Seminargästen die Wahl für die passende Jugendherberge noch leichter zu machen, hat der DJH-Landesverband Rheinland 2024 das Online-Portal www.jh-tagungen.de optimiert. Mit dem interaktiven Tool “Welcher Tagungstyp bin ich?“ kann man zum Beispiel testen, ob man eher in der Kategorie TagungsTreffpunkt CITY oder in der Kategorie TagungsTreffpunkt NATUR recherchieren sollte. Zahlreiche Filteroptionen erleichtern die Suche und die Orientierung bezüglich der besonderen Ausstattungen und Möglichkeiten der einzelnen Standorte. Zu jeder Tagungs-Jugendherberge lässt sich zudem ein umfassendes Factsheet als übersichtliche Entscheidungshilfe herunterladen.

Magazin „TagungsTreffpunkt CITY“ bietet neue Perspektiven

Wie steht es um die klassische Präsenzveranstaltung? Tagen wir bald nur noch digital? Welche Rolle spielt der Klimaimpact einer Veranstaltung und welche Möglichkeiten bietet die Künstliche Intelligenz (KI)? Diese und weitere Fragen greift der DJH-Landesverband Rheinland 2024 in der Erstauflage seines Magazins “TagungsTreffpunkt CITY“ auf. Für 2025 ist eine weitere Broschüre geplant, die die TagungsTreffpunkte NATUR und viele thematische Sidekicks rund um das naturnahe Tagen vorstellt.

Der DJH-Landesverband Rheinland setzt auf Innovation, Nachhaltigkeit und Bildungskonzepte mit Erlebnismehrwert. Davon konnten sich im Jahr 2024 rund 45.000 Tagungsgäste persönlich vor Ort überzeugen. Das vielfach positive Feedback bestätigt die Tagungs-Jugendherbergen als Profis für Begegnung und Vernetzung.

„Wir waren mit einer großen Gruppe von Auszubildenden vor Ort. Ich möchte ausdrücklich die Freundlichkeit des Personals loben, wir hatten jederzeit einen freundlichen und hilfsbereiten Ansprechpartner für all unsere Anliegen. Vielen Dank für den tollen Aufenthalt. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.“

Veranstalter eines Azubitrainings in der Jugendherberge Duisburg Sportpark

Azubi-Trainings und Erlebnisbausteine

Fester Bestandteil des Bildungsangebots der Jugendherbergen im Rheinland sind die speziell entwickelten Azubi-Trainings. Programme wie etwa „Team-Olympiade“ oder „Sportklettern am Felsen“ vermitteln wichtige Fähigkeiten für junge Berufseinsteiger: Teamwork, Kommunikation und Problemlösungskompetenz. Entwickelt und betreut werden sie von den langjährigen Programmpartnern des DJH-Landesverbands Rheinland. Hinzu kommen erlebnisorientierte Rahmenprogramme wie Outdoor-Abende, Wald-Exkursionen oder „Kulinarische Reisen“, bei denen echte Gemeinschaftserlebnisse entstehen.

Jugendliche sitzen um einen Tisch herum und lernen

Startchancen verbessern

„Die Entwicklung junger Menschen zu fördern – das zählt zur DNA der Jugendherbergen. Mit dem neuen Produkt „Lernreise“ setzen wir im Rahmen des Startchancen-Programms dort an, wo ansonsten Lücken entstehen, die kein Kind mehr aufholen kann.“

Cathrin Arnemann, Leiterin Marketing & Vertrieb im DJH-Landesverband Rheinland

Wie können wir die Bildungserfolge von Schulkindern fördern und dazu beitragen, dass sie resilienter heranwachsen? Wie gestalten wir Lernerfahrungen und Lernumgebungen altersgerecht und zeitgemäß? Welche Impulse können wir setzen, um das soziale Lernen zu flankieren und junge Persönlichkeiten zu stärken? Diese und andere Fragen schwingen seit jeher mit, wenn es in den Jugendherbergen des Rheinlands darum geht, Programme und Angebote zu konzipieren. Ein gesellschaftlicher Auftrag, der sich bereits in der Satzung des DJH-Landesverbands Rheinland begründet und aktiv zu mehr Chancengleichheit in der Bildung beiträgt.

Schulklassen als größte Gästegruppe

Der DJH-Landesverband Rheinland flankiert seit über 100 Jahren verlässlich die pädagogischen Ziele der Schulen, indem er junge Menschen in einer prägenden Phase ihrer Persönlichkeitsbildung unterstützt. Auch 2024 waren Schüler*innen wieder die größte Gästegruppe. Mehr als 51.000 Grundschulkinder und über 116.000 Schüler*innen der weiterführenden Schulen waren 2024 im Rahmen einer Klassenfahrt in einer rheinischen Jugendherberge zu Gast. Für sie hieß es: in einem sicheren Rahmen Neues ausprobieren, spielerisch lernen, als Team wachsen und echte Gemeinschaft erleben. Über alle Schulformen hinweg lag das Ergebnis von 373.983 Übernachtungen nur wenig unter dem des überaus übernachtungsstarken „Corona-Nachhol-Jahres“ 2023 (403.772 Übernachtungen). Erfreuliches Detail: 2024 stieg der Anteil der Sekundarstufe II gegenüber dem Vorjahr um 27,2 Prozent auf 40.920 Übernachtungen an.

Neues Klassenfahrten-Format für individuelle Förderung

Lernstandserhebungen zeigen, dass Schulkinder vielfach fachliche wie auch soziale Lernziele nicht erreichen und dringender Förderbedarf besteht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startete daher im Frühjahr 2024 das „Startchancen-Programm“. Ziel ist, die Bildungserfolge insbesondere von Grundschulkindern in den Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu verbessern sowie ihre sozialen Fähigkeiten zu stärken. Um einen nachhaltigen Beitrag zur Bildungs- und Chancengerechtigkeit in NRW zu leisten, erweitert der DJH-Landesverband Rheinland deshalb sein Portfolio um eine speziell entwickelte „Lernreise“. Das neue drei- oder viertägige Klassenfahrten-Format ist exakt an die Bedürfnisse angepasst, die das „Startchancen-Programm“ für Grundschulkinder adressiert.

Auf Lernreise in die rheinischen Jugendherbergen

Die ersten Lernreisen „Lesen & Schreiben“ starten ab Herbst 2025 in den neun Jugendherbergsstandorten Kleve, Neuss, Brüggen, Radevormwald, Windeck-Rosbach, Hellenthal, Bad Münstereifel, Essen und Bad Honnef. Allen Lernreisen gemeinsam ist ihr ganzheitlicher Ansatz, der die gezielte Förderung der Basiskompetenzen Schreiben und Lesen mit Programmen zur Teamfähigkeit, Resilienz und Persönlichkeitsentwicklung kombiniert. Von der Schatzsuche bis zum Klettern im Hochseilgarten variieren die erlebnispädagogischen Inhalte der Lernreise je nach Ausstattung und Programmangebot der jeweiligen Jugendherberge.

Kooperation mit dem „Lernserver“

Als außerschulischer Lernort bietet der DJH-Landesverband Rheinland seit jeher gemeinsam mit seinen Programmpartnern von der Unterkunft über die Verpflegung bis zu erlebnispädagogischen Programmanteilen die gesamte Infrastruktur für erlebnisreiche Klassenfahrten an. Für die Neukonzeption „Lernreise“ kooperiert der DJH-Landesverband Rheinland mit dem Lernserver-Institut aus Münster. Der „Lernserver“ hat sich auf die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten, insbesondere im Bereich Lesen und Schreiben, spezialisiert. Entwickelt wurde das System von Prof. Friedrich Schönweiss sowie Wissenschaftler*innen der Universität Münster. Das Konzept basiert auf einem diagnostischen Verfahren, das den Lernstand von Schüler*innen ermittelt und gezielte Fördermaßnahmen vorschlägt. Grundlage dafür sind Lernserver-Ordner mit bedarfsgerecht konzipierten Fördermaterialien für ein ganzes Schuljahr. Während der „Lernreise“ beginnen die Kinder in Kleingruppen die Bearbeitung ihrer individuellen Lernserver-Ordner. Damit die Lernmaterialien nachhaltig im Schulalltag eingesetzt werden können, sieht das Konzept eine Online-Schulung für Lehrkräfte vor. Reflexion und Austausch nach der Reise stellen sicher, dass die gewonnenen Erkenntnisse langfristig wirksam bleiben.

Flankiert von erlebnispädagogischen Angeboten zur Team- und Persönlichkeitsentwicklung sowie gemeinschaftlichen Erlebnissen arbeiten die Schüler*innen im Rahmen eines abwechslungsreichen Stundenplans nicht nur fachliche Defizite auf, sondern stärken auch ihre sozialen Kompetenzen und das Klassengefüge. Für die Programmbetreuung werden erfahrene und speziell auf das Thema Lesen und Schreiben geschulte Erlebnispädagog*innen eingesetzt.

Gezielte Förderung für Schulen in herausfordernder Lage

Bundesweit fördert das Startchancen-Programm 4.000 Schulen in sozial herausfordernder Lage, darunter über 900 Schulen in Nordrhein-Westfalen. Die Auswahl erfolgte anhand des Schulsozialindexes. 60 % der geförderten Schulen sind Grundschulen, die übrigen 40 % setzen sich aus weiterführenden Schulen und der Ausbildungsvorbereitung an Berufskollegs zusammen. Die Förderung läuft über zehn Jahre mit einer Fördersumme von insgesamt 20 Milliarden Euro.

Grafik zu den Lerninhalten der Klassnfahrt-Angebote

Komfort.Plus.

Vom Waldsofa bis zum Mountainbike

Ob TagungsTreffpunkt, Familien- oder Bett+Bike-Jugendherberge – die 32 Jugendherbergen im Rheinland unterscheiden sich durch ihre Lage, ihre individuelle Ausstattung und ihre Angebote. Mit dem Sonderbudget 2024 konnten sie ihr Angebot für Gruppen- und Gemeinschaftserlebnisse weiter verbessern, zum Beispiel durch das Aufgreifen von Reise- und Freizeittrends. Radreisende etwa, die zunehmend E-Bikes nutzen, können mittlerweile in 18 von 32 Jugendherbergen im Rheinland in speziellen E-Bike-Ladeschränken sicher aufladen – neuerdings auch in den Jugendherbergen Duisburg Sportpark und Duisburg Landschaftspark. In der Jugendherberge Bad Münstereifel können Gästegruppen sogar direkt vor Ort Mountainbikes mitsamt Helmen ausleihen.

Komfort-Projekte für alle Generationen

Der Kerngedanke der Jugendherbergsidee ist, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu treffen, auszutauschen und gemeinsame Erlebnisse zu teilen. Von Aachen bis Xanten haben viele Jugendherbergen ihr Sonderbudget 2024 genutzt, um Komfort-Projekte wie gemütliche Waldsofas oder loungige Möbel umzusetzen. Damit haben sie Treffpunkte, drinnen wie draußen, aufgewertet. Besonders junge Gäste können sich über neue Schaukelkombinationen, Spielgeräte und Disco-Equipment freuen. Die Jugendherbergen Bad Honnef und Blankenheim punkten etwa mit Balancier-Parcours, die Jugendherberge Waldbröl „Panarbora“ bietet Gästen künftig „PitPat-Tische“ zum Minigolfspielen.

Scrabblewürfel, eine davon bilden das Wort

Mit besten Empfehlungen

 „Es war eine sehr schöne Zeit. Besonders gefallen hat den Kindern der Stockbrotabend in der Grillhütte.“

Eine Lehrerin über ihre Klassenfahrt in die Jugendherberge Burg Blankenheim

Gästezufriedenheit und Qualitätsverbesserung sind die tragenden Säulen unseres Qualitätsmanagements. Zur Evaluierung der Gästezufriedenheit nutzt der DJH-Landesverband Rheinland das Open-Feedback-System (OFS) des DJH-Hauptverbandes. Nach zwei Jahren Praxiserfahrung lässt sich sagen: Das OFS hat sich erfolgreich etabliert und liefert aufgrund der hohen Rücklaufquoten wertvolle Erkenntnisse zur Fortentwicklung der Angebote. Ähnlich wie im Jahr zuvor, sendeten 2024 rund 30 Prozent der per Mail angeschriebenen Gäste des DJH-Landesverbands Rheinland den Feedback-Fragebogen zurück. Auch die Weiterempfehlungsquote, die bei 4,79 von 5 möglichen Punkten lag, war ähnlich hoch wie in 2023 (4,78). Sehr erfreulich: In allen Einzelkategorien verbesserten sich die Bewertungen gegenüber dem Vorjahr. Die beste Bewertung erhielt die Kategorie „Service & Atmosphäre“ (4,6); die größten Bewertungssprünge gab es für die Kategorien „Umwelt & Nachhaltigkeit“ mit 4,33 Punkten (+0,9) sowie „Preis-Leistung“ mit 4,25 Punkten (+0,7). In der Gesamtschau bewerteten die Gäste den DJH-Landesverband Rheinland mit 4,41 Punkten – auch dies eine Verbesserung gegenüber 2023 (4,37).

„Wir waren zum zweiten Mal für unser Bigband-Probenwochenende da. Erneut waren der Service und die Unterstützung durch die Mitarbeitenden top! Wir kommen gerne wieder.“

Susanne K. über ihren Probenaufenthalt in der Jugendherberge Bad Honnef

Transparent: Service, Ambiente, Ausstattung

Insbesondere für die Teams der Jugendherbergen sind die Rückmeldungen der Gäste in Kategorien wie Service, Ambiente oder Ausstattung nützlich. Sie werden regelmäßig analysiert und für konkrete Optimierungen vor Ort genutzt. Das Open-Feedback-System sorgt aber nicht nur für wertvolle interne Erkenntnisse, sondern bietet auch Gästen eine transparente Übersicht über die Qualität der Jugendherbergen. Besucher auf den Internetseiten der jeweiligen Jugendherbergen sehen sowohl die Bewertungen aller Kategorien als auch einige von Gästen autorisierte, aber anonymisierte Kommentare.

„Aufenthalt in einer Jugendherberge mit 71 Jahren. Hätte ich schon 50 Jahre vorher machen sollen!“

Matthias J. über seinen Aufenthalt in der Jugendherberge Xanten

Privacy Preference Center