Rezept für Grünkern-Bolognese

Die Jugendherberge Mönchengladbach-Hardter Wald ist eine bio-zertifizierte Umwelt|Jugendherberge. Ressourcenschonung, Müllvermeidung und eine klimafreundliche Verpflegung sind daher für Herbergsleiter Florian Darius und sein Team besonders wichtig. In der Küche, in der seit zwei Jahren Claudia Becker die Leitung inne hat, bedeutet dies: Es kommen regionale und saisonale Bio-Lebensmittel auf den Tisch. Wie das bei den Gästen, die überwiegend aus Schulklassen bestehen, ankommt? „Die Kinder kommen oft zu uns und sagen, dass es lecker war“, so die Köchin und Diplom-Ökotrophologin. Besonders oft ist das der Fall, wenn es Grünkern-Bolognese gibt. Das Rezept hat Claudia Becker uns für euch zur Verfügung gestellt. Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen!

Rezept für Grünkern-Bolognese

Zutaten für 4 Personen

  • etwas Öl oder Margarine für die Pfanne
  • 100 g Grünkernschrot
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 20 g Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1 Portion Suppengrün (Möhre, Lauch, Sellerie)
  • Etwas Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch, Oregano

Zubereitung

Fett in der Pfanne heiß werden lassen, Grünkernschrot zugeben und etwas anschwitzen. Die Zwiebeln zugeben und mit andünsten. Dann das Tomatenmark zugeben, etwas anrösten und mit der Dose Tomaten ablöschen.
Das Suppengrün in kleine Würfel schneiden und zugeben. Je nach gewünschter Konsistenz mit etwas Gemüsebrühe verlängern und mit Gewürzen abschmecken. Die Grünkernbolognese ca. 45 Minuten langsam garen lassen; zwischendurch eventuell etwas Brühe zugeben, da der Grünkernschrot noch aufquillt.

Zum Nachtisch empfiehlt Claudia Becker übrigens selbst angerührten Quark mit Yoghurt und einem Schuss Milch. Zum Süßen wird ein wenig Zucker untergerührt. Und ganz wichtig: Die Schokostreusel dürfen natürlich nicht fehlen!

Ein Meer aus Blüten

In der Eifel ist wieder Narzissenzeit! Jedes Jahr zwischen Ende März und Mitte April verwandeln rund sechs Millionen wild wachsende Narzissen das Perlenbach- und das Fuhrtsbachtal bei Monschau sowie das Oleftal bei Hellenthal in ein Meer aus Blüten. Die Hochblüte wird in diesem Jahr für die zweite Aprilwoche erwartet - dank des milden Winters rund eine Woche früher als gewohnt.

Geführt oder individuell: Wandern entlang der Wildnarzissen

Eine Wanderung entlang dieses faszinierenden Naturschauspiels ist etwas ganz besonders. Alex Hartmann, Herbergsleiter der Jugendherberge Monschau-Hargard, war in diesem Jahr schon entlang der gelben Blumen unterwegs und war „wirklich begeistert“. Zu den Narzissen kann man sowohl auf eigene Faust als auch im Rahmen einer geführten Wanderung laufen. Die Stadt Monschau hat auf ihrer Internetseite Informationen zu Wanderparkplätzen, Rundwanderwegen und Termine für Führung bereitgestellt.

Besucher*innen, die eine weitere Anreise haben, finden in den Jugendherbergen Monschau-Hargard, Monschau-Burg und Hellenthal eine günstige Unterkunft und eine tolle Ausgangslage für Wanderungen entlang der Wildnarzissen. Wie wäre es mit einem Kurztrip in die Eifel? Nach einer kurzen oder längeren Wanderung könnt ihr weitere Ausflugsziele in der Eifel entdecken oder ganz einfach durch die wunderschöne Monschauer Innenstadt bummeln.

Weltrekordversuch in Panarbora

Am 20.04.2024 wird im Naturerlebnispark der Jugendherberge Waldbröl Panarbora der offizielle Versuch unternommen, einen Weltrekord aufzustellen: Anthony-Peter Konrad aus Siegen-Eiserfeld wird an diesem Tag 12 Stunden lang ohne Pause den Aussichtsturm der Jugendherberge rauf und runter laufen. Für sein Ziel von mindestens 2.500 Auf- und Abwärtshöhenmeter müsste er mindestens 37-mal bis zur Aussichtsplattform auf 34 Meter Höhe und wieder zurück auf den Boden laufen. Dabei würde er eine Wegstrecke von ca. 40 Kilometern hinter sich bringen.

Wichtig hierbei: Es handelt sich um einen offiziellen und anerkannten Rekordversuch, für den das „Rekord-Institut für Deutschland“ (kurz RID) eigens eine neue Kategorie – die meisten in 12 Stunden erzielten Höhenmeter zu Fuß auf- und abwärts – geschaffen und akribisch ausgearbeitet hat. Alle zwei Stunden darf Konrad zur Toilette gehen. Je öfter er aber pausiert, desto unwahrscheinlicher wird es, dass er die geforderten Höhenmeter erreicht. Essen und trinken will der 40-Jährige daher, während er läuft. „Es gibt solche Päckchen mit breiiger Nahrung, die auch Triathleten bei ihren Wettkämpfen benutzen“, erklärt Konrad.

Die Jugendherberge und der Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl sind stolz darauf, dass Anthony-Peter Konrad ihr Wahrzeichen ausgesucht hat, um seinen Rekordlauf zu absolvieren. Der Eiserfelder, der sich selbst als „großen Freund sportlicher Extremleistungen“ beschreibt, unternimmt diesen Lauf nicht zum Zweck der Selbstdarstellung, sondern verfolgt ein hehres Ziel: Er möchte damit auf das Caritas-Projekt „Hörst du mich?“ aufmerksam machen – ein Projekt, das ihm schon lange am Herzen liegt, das er bis dahin aber ausschließlich privat unterstützen konnte. „Hörst du mich?“ leistet Trauerhilfe und kümmert sich beispielsweise um Kinder, bei denen ein Elternteil schwer erkrankt ist.

Starten wird der Weltrekordversuch am 20.04.2024 gegen 08.00 Uhr. Alle, die bei der Premiere dabei sein möchten, sind herzlich eingeladen, den Protagonisten bei seinem Versuch zu unterstützen.

Zeche Zollverein

Die Route Industriekultur wird 25

Die Route Industiekultur feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Das bedeutet, dass die Route Industriekultur bereits seit 25 Jahren lebendige Industriegeschichte und touristische Highlights miteinander verbindet. Im Jubiläumsjahr hat das Netzwerk Route Industriekultur, das vom Regionalverband Ruhr (RVR) organisiert wird, eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Los geht es am 29. Mai 2024 mit einem Festakt auf dem Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Auf den Tag genau vor zweieinhalb Jahrzehnten wurde dort die Route Industriekultur offiziell eröffnet.

Ein langes Jubiläumswochenende mit der Extraschicht

Der Festakt zum Jubiläum der Route Industriekultur ist der Beginn eines langen Jubiläumswochenendes, das über Fronleichnam bis zum 2. Juni 2024 dauert. Eigens dafür wurde die Lange Nacht der Industriekultur, die Extraschicht, von Ende Juni auf den 1. Juni vorverlegt. An allen Tagen, vom 29. Mai bis zum 2. Juni, haben die Besucher*innen freien Eintritt im Besucherzentrum auf Zollverein. Das Industriedenkmal zeigt einen neuen 360-Grad-Film über die Metropole Ruhr und Fotoausstellungen zur Industriekultur.

Local Hero Wochen

Im Jubiläumsjahr stehen unter dem Motto "Local Hero" die 27 Ankerpunkte der Route Industriekultur jeweils für eine Woche im Rampenlicht. Mit dabei ist auch der Landschaftspark Duisburg-Nord, der in diesem Jahr sein 30-Jähriges Jubiläum feiert. Die Besucher*innen dürfen sich bei allen Locations auf ein abwechslungsreiches Programm mit Sonderführungen und Mitmachaktionen freuen. Nähere Infos zu den Local Hero Wochen findet ihr hier.

Die Route Industriekultur mit dem Rad erkunden

Die Route Industriekultur lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Auf 300 Kilometern führt die Route als neuer Rundkurs durch die Geschichte einer der spannendsten und außergewöhnlichsten Radregionen Deutschlands. 14 der insgesamt 27 Ankerpunkte werden direkt angefahren. Teil des Rundkurses sind außerdem neun ehemalige Bahntrassen, spektakuläre Brückenbauten und verschiedene Naturerfahrungen zum Beispiel entlang der Ruhr. Weitere Informationen dazu findet ihr auf www.radrevier.ruhr/radfernwege/route-industriekultur/.

Jugendherbergen an der Route Industriekultur

Egal, ob ihr die Route Industriekultur mit dem Fahrrad erkunden oder einzelne Ankerpunkte entdecken möchtet: Entlang der Route stehen euch verschiedene Jugendherbergen als Unterkunft zur Verfügung: Die Jugendherberge Duisburg Landschaftspark, die Jugendherberge Duisburg Sportpark, die Jugendherberge Essen und die Jugendherberge Ratingen. Diese und 12 weitere Radrouten im Rheinland findet ihr übrigens auch in unserem Prospekt "Radwandern im Rheinland" (PDF-Download).

 

 

Zum Festpreis nach Düsseldorf

Düsseldorf ist eine lebendige Stadt, die vor allem für junge Leute viel zu bieten hat. In der Altstadt wartet die längste Theke der Welt, aber auch in den trendigen Stadtteilen wie Flingern, Unterbilk und Pempelfort befinden sich viele Bars und Kneipen für jeden Geschmack. Tanzen kann man natürlich auch - in kleinen Hinterhof-Clubs ebenso wie in großen Diskotheken. Tagsüber lässt man es in Düsseldorf gerne ruhig angehen. Nach einem Bummel über die berühmte Düsseldorfer "Kö" oder einer Shoppingour durch kleine Boutiquen in den Stadtvierteln laden verschiedene Museen und Ausstellungshäuser zum Verweilen ein. Wie wäre es mit einem Besuch des "NRW Forums"? Noch bis zum 26. Mai könnt ihr in der Ausstellung "Sneaker" u.a. den legendären Nike Mag aus dem Film „Zurück in die Zukunft“, den Air Jordan 1 von 1985 und den Adidas Lego Superstar bestaunen. Lust auf Sightseeing? Dann habt ihr die Wahl: Erkundet die Stadt auf eingene Faust, z.B. zu Fuß oder mit dem Rad oder nehmt an einer von verschiedenen Führungen teil. Auch ein HopOn-HopOff-Bus tourt täglich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Viele weitere Tipps für einen Städtetrip nach Düsseldorf findet ihr auf www.visitduesseldorf.de/storys/.

Unser Angebot für alle bis 26 Jahre: "Citytrip4friends"

Ihr plant einen Städtetrip in die NRW-Landeshauptstadt? In der Jugendherberge Düsseldorf übernachtet ihr nicht nur zentrumsnah, sondern dürft euch auch über ein tolles Angebot freuen: Zwei Übernachtungen im Vierbettzimmer inklusive Frühstück gibt es zum Festpreis von nur 239,00 Euro für alle zusammen. Das Angebot "Citytrip4friends" gilt bis zum 31.10.2024 für Junior-Mitglieder zwischen 16 und 26 Jahren.

 

Freizeit-Tipps rund um unsere Outdoor-Profis

Unsere Eifel-Jugendherbergen Hellenthal und Simmerath-Rurberg sind echte Outdoor-Profis und bieten gemeinsam mit ihren Programmpartnern eine große Auswahl an erlebnispädagogischen Aktivitäten und Teamtrainings. Darüber hinaus bietet der Nationalpark Eifel, der in diesem Jahr übrigens seinen 20. Geburtstag feiert, unendlich viele Freizeitmöglichkeiten.

Ein riesiger Outdoor- und Erlebnispark

Pflicht bei jedem Besuch im Nationalpark Eifel ist eine Wanderung durch die abwechlsungsreiche Natur. Auf zertifizierten Premiumwanderwegen wie dem Eifelsteig und hochwertigen Rundwanderwegen finden ambitionierte Sportler*innen und Familien mit Kindern gleichermaßen die richtige Route. Bei jedem Schritt gibt es etwas zu entdecken - von seltenen Tieren bis hin zu malerischen Ausblicken. Wer lieber auf Rädern unterwegs ist, kann die Natur mit dem Fahrrad oder Mountainbike auf stillgelegten Bahntrassen, entlang von Flussläufen und alten Vulkanen erkunden. Als Ziel einer Wanderung oder Radtour und auch mit dem Auto gut erreichbar sind viele abwechslungsreiche Ausflugsziele der Region, wie

Weitere Freizeit-Tipps unserer Outdoor-Profis findet ihr in den Hausprospekten der Jugendherbergen.

Hausprospekt Jugendherberge Hellenthal

Hausprospekt Jugendherberge Simmerath-Rurberg

Vogelsang und Nationalpark Eifel

Happy Birthday, Nationalpark Eifel!

Der Nationalpark Eifel feiert seinen 20. Geburtstag! Anlässlich dieses Jubiläums hat die Nationalparkverwaltung eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Los geht es am 10. März mit einem großen Nationalpark-Jubiläumsfest.

Von 230 auf 2.600 Rote-Liste-Arten
Eingerichtet wurde der 10.800 Hektar große Nationalpark im Jahr 2004 insbesondere zum Schutz der heimischen Rotbuchen-Wälder. Mit 20 Jahren gilt das Schutzgebiet noch als sogenannter „Entwicklungs-Nationalpark“. 30 Jahre lang haben Schutzgebiete wie der Nationalpark Eifel Zeit, um mindestens Dreiviertel ihrer Fläche sich selbst zu überlassen. Erst dann erfüllen sie die internationalen Kriterien eines Nationalparks. In dem einzigen Nationlpark des Landes NRW klappt das „Natur Natur sein lassen“ hervorragend. Das beweist die tolle Entwicklung, die der Park seit seiner Gründung vollzogen hat. So waren anfangs im Nationalpark Eifel nur 230 gefährdete Arten bekannt. Inzwischen ist diese Zahl auf mehr als 2.600 gestiegen. Insgesamt leben in dem Schutzgebiet an der belgischen Grenze sogar mehr als 11.300 Arten, darunter Biber, Milane, Mauereidechsen, Wildnarzissen, Schwarzstörche und Wildkatzen. Auch konnte die Nationalparkverwaltung feststellen, dass die Rotbuche häufiger wird, was ein Hinweis auf die Abnahme der Einflüsse früherer Nutzung ist.

Erholung auch für den Menschen
Der Nationalpark Eifel bietet nicht nur für die Natur und die Tiere einen Rückzugsort, sondern auch für den Menschen. Auf einem gut beschilderten Wegenetz mit einer Länge von 240 Kilometern können Erholungsuchende das Schutzgebiet und seine Natur auf eigene Faust erkunden. Hauptamtliche Ranger*innen und mehr als 100 ehrenamtliche Waldführer*innen bieten zudem individuelle Touren durch das Schutzgebiet an. Viele Unterkünfte und Gastronomiebetriebe haben sich als Nationalpark-Gastgeber dem Ziel verschrieben, die Natur im Nationalpark zu erhalten und für Gäste erlebbar zu machen. Dazu zählen auch die Jugendherbergen Aachen, Burg Blankenheim, Hellenthal, Bad Münstereifel, Monschau-Burg, Monschau-Hargard, Nideggen und Gemünd Vogelsang. Viele von ihnen bieten Programme, Klassenfahrten und Freizeiten an, bei denen der Nationalpark Eifel im Mittelpunkt steht.

Nationalpark-Jubiläumsfest am 10. März
Die Nationalparkverwaltung hat im Jubiläumsjahr eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Den Auftakt macht ein großes Fest im Nationalpark-Zentrum Eifel am 10. März 2024. An diesem Tag ist der Eintritt in die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ frei. Außerdem gibt es von 10.00 bis 17.00 Uhr ein buntes Programm mit Kinder-Theater, Poetry-Slam, Rangerführungen, Bastelwerkstatt und der Multimedia-Präsentation „Wildes Namibia“. Ein Höhepunkt ist die Fotoausstellung „Wilde Bilder – 20 Jahre Wildnisentwicklung im Nationalpark Eifel“. Sie zeigt 40 Bildpaare, die spannende Vorher-Nachher-Einblicke in die Entwicklung ausgewählter Naturstandorte im Nationalpark Eifel geben.

Ihr habt Lust, beim Jubiläumsfest dabei zu sein? Die Jugendherbergen Gemünd Vogelsang, Simmerath-Rurberg und Hellenthal liegen nur etwa 20 Fahrminuten von Nationalpark-Zentrum Eifel entfernt und bieten euch günstige Übernachtungspreise.

Bildquelle: Vogelsang IP (Fotograf: Roman Hövel)

Steffen Minas vor der Zentrale des DJH-Rheinland in Düsseldorf

Verstärkung für die Geschäftsführung

Seit Anfang Januar haben die Jugendherbergen im Rheinland einen stellvertretenden Geschäftsführer. Steffen Minas, langjähriger Leiter der Jugendherberge Köln-Riehl, hat diese Position übernommen und seitdem gemeinsam mit Geschäftsführer Oliver Mirring die Geschicke des Landesverbands Rheinland in der Hand. Ganz muss sich Steffen Minas von der Jugendherberge in Köln-Riehl aber noch nicht verabschieden. Übergangsweise leitet er das Haus weiter, bis eine geeignete Nachfolgerin oder ein geeigneter Nachfolger gefunden ist.

„Wie nach Hause kommen“

Zum DJH-Landesverband Rheinland kam Steffen Minas bereits im Jahr 2011, damals als Qualitätsmanager. Nach zwei Jahren in der Zentrale wechselte er in die Jugendherberge Köln-Riehl, die er ganze 11 Jahre lang geleitet hat. Die Rückkehr in den Zentrale war für Steffen Minas nun wie „nach Hause kommen“, auch weil viele Kollegen von damals noch beim Landesverband Rheinland tätig sind. Ausschlaggebend für die berufliche Neuorientierung war der Wunsch nach einer Weiterentwicklung. Dass ihm dies als stellvertretender Geschäftsführer ermöglicht wird, bedeutet ihm viel: „Das Jugendherbergswerk ist ein toller Arbeitgeber und bietet so viele Möglichkeiten und ich möchte einfach ein Teil davon sein“, so Steffen Minas.

Neue Wege und Ideen

Für die Zukunft des DJH-Landesverbands Rheinland hat Steffen Minas sich viel vorgenommen. „Wir sind gerade dabei, uns selber zu verändern und andere Wege zu gehen“, erklärt er. Nachhaltigkeit sei ein großes Thema und auch die Kommunikation mit den Herbergsleiter*innen solle stärker in den Fokus rücken. Besonders am Herzen liegt ihm auch das Thema Inklusion. Schon in der Jugendherberge Köln-Riehl hat sich Steffen Minas gemeinsam mit dem Inklusionsdienstleister Projekt Router gGmbH dafür eingesetzt, Menschen mit Behinderung in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Der DJH-Landesverband hat zu diesem Zweck vor zwei Jahren mit drei weiteren Unternehmen den Verein „Inklusive Unternehmensnetzwerk e.V.“ gegründet, in dessen Vorstand Steffen Minas tätig ist. Der Verein soll es Betrieben einfacher machen, Menschen mit Inklusionshintergrund einzustellen. Für Steffen Minas ist Inklusion eines der wichtigsten Themen und auch in der Satzung des DJH-Rheinland fest verankert.

Ein Platz für alle

Neben neuen Wegen, die Steffen Minas mit dem DJH-Rheinland gehen möchte, ist ihm auch besonders wichtig, dass die Jugendherbergen das bleiben, was sie schon lange sind: Ein Ort für Begegnungen junger Menschen, für Familien, Klassenfahrten, außerschulischen und soziales Lernen. Er sagt: „Bei uns gibt es für jeden einen Platz!“

Evonik Azubi-Kickoff

Fit für die Arbeitswelt dank Azubi-Kick-off

Jedes Jahr fahren die neuen Auszubildenden der Evonik Industries AG vom Standort Marl mit allen Ausbilder*innen auf eine einwöchige Kick-off-Veranstaltung in die Jugendherberge Düsseldorf. Dass diese Fahrt so viel mehr ist, als nur der Start in eine Ausbildung, wissen die beiden Organisatoren Rainer Steinkamp und Heiko Kenkmann. Sie möchten die jungen Menschen nicht nur fachlich auf die Arbeitswelt vorbereiten, sondern auch ihre Social Skills trainieren. Die Teilnehmenden sollen sich kennenlernen, als Kolleg*innen von morgen vernetzen, gesellschaftlich relevante Themen besprechen und als Team zusammenwachsen.

Eine Jugendherberge, ganz viel Freiraum

Im vergangenen September waren es rund 270 Azubis, die sich in Bussen auf den Weg in die Jugendherberge Düsseldorf gemacht haben. Wie jedes Jahr hatte Evonik die Jugendherberge für das Azubi-Kick-off exklusiv zur alleinigen Nutzung gebucht. So kann die Gruppe den größtmöglichen Freiraum genießen. Vorher aber müssen alle erstmal ihre Zimmer beziehen - und zwar mit mehr oder weniger vollkommenden Fremden und ihren Eigenheiten. Die Inhalte der Veranstaltung bestimmen die Ausbilder*innen vorab weitestgehend selbst. Die jungen Menschen sprechen über Diversity, erfahren viel über Social Media und Nachhaltigkeit und lernen, Teams zu bilden und Aufgaben gemeinsam zu lösen. Allesamt Themen, die abseits des Lehrplans, im Unternehmenskontext und für die persönliche und soziale Entwicklung junger Menschen wichtig sind.

Volles Programm

Das Programm des einwöchigen Azubi-Kick-offs gestalten die Ausbilder*innen weitgehend selbst. „Wir wollen hier das ganz klassische Gruppenflair, die Interaktion in der Gruppe ... Wir machen Teamspiele, auch die bewährten Holz-Spiele mit Turmbauten und Stecksystemen, bei denen man als Gruppe in weniger als einer Minute einzelne Elemente zusammensetzen muss. Es ist gigantisch, was da passiert, welche Dynamik dabei aufkommt, und das ist genau das, was wir herauskitzeln wollen. Das kriegen wir digital nicht hin“, so Rainer Steinkamp. Eine Team-Challenge hatte der Programmpartner der Jugendherberge Düsseldorf beigesteuert. Und am Abend? Da haben die jungen Menschen Zeit, um gemeinsam zu chillen, Fußball zu schauen oder über die Rheinkniebrücke in den Düsseldorfer Medienhafen oder die Altstadt zu ziehen.

Silke Grünewald, Lukas Löffelmann und Jolin Kirchhoff

Inklusion neu gedacht

Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben - das ist den Jugendherbergen im Rheinland seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Daher ist auch das Thema Inklusion in § 4 der Satzung des DJH-Landesverbands Rheinland fest verankert. Die Verwirklung des "inklusiven Zusammenlebens" bezieht sich dabei nicht nur auf die Gäste der insgesamt 32 Jugendherbergen, sondern auch auf ihre Mitarbeitenden. So verfolgen die Jugendherbergen im Rheinland das Ziel, Menschen mit Behinderung in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Aktuell werden gemeinsam mit dem Inklusionsdienstleister Projekt Router gGmbH in den Jugendherbergen im Rheinland über 46 Mitarbeitende mit Inklusionshintergrund beschäftigt. Für Steffen Minas, seit Januar 2024 stellvertretender Geschäftsführer beim DJH-Rheinland, ist dies viel mehr als eine gute Tat. Er meint: „Menschen mit Behinderung sind keine Belastung für Unternehmen, sondern eine echte Bereicherung für jeden Betrieb.“ Elf Jahre lang hat er zuvor die Jugendherberge Köln-Riehl geleitet und dort viele Mitarbeitende mit Behinderung beschäftigt. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass sie hoch motiviert sind, oft ausgeprägte Talente besitzen und ein starkes Bewusstsein für den Wert des eigenen Arbeitsplatzes haben.

Ein Netzwerk für mehr Inklusion am Arbeitsplatz

Diese positiven Erfahrungen möchten Steffen Minas und die Jugendherbergen im Rheinland weitergeben. Gemeinsam mit drei weiteren Unternehmen hat der DJH-Landesverband Rheinland daher Anfang 2022 den Verein „Inklusives Unternehmensnetzwerk e.V.“ gegründet. Laut Schatzmeister Steffen Minas konnten in den vergangenen zwei Jahren bereits über 15 Firmen dazu gewonnen werden, darunter die DHL Airways GmbH, das Universitätsklinikum Düsseldorf und das Intercontinental Berlin. Zusammen möchten die Unternehmen einen inklusiven Arbeitsmarkt schaffen, an dem Menschen mit Behinderung ohne Hürden teilhaben können.

Beratung auf allen Ebenen

Dass bislang wenig Unternehmen Mitarbeitende mit Behinderung beschäftigen, liegt an den vielen Barrieren, die in den Köpfen der Personalverantwortlichen existieren. So werden klare Stärken, die ein Mensch mit Behinderung hat, nicht wahrgenommen und Chancen vertan, eine Stelle mit einer wertvollen und geeigneten Person zu besetzen. Aber auch die Bürokratie in den deutschen Ämtern trägt eine Mitschuld daran, dass in den Unternehmen Inklusion kaum gelebt wird. Vielen Unternehmen ist das Thema zu komplex, sie wissen nicht, wie sie das Thema der beruflichen Inklusion angehen sollen, welche Qualifizierungswege es gibt und welche öffentlichen Kostenträger bei der Planung eingebunden werden können. Der Verein „Inklusives Unternehmensnetzwerk e.V.“ setzt genau hier an: Er unterstützt sowohl Menschen mit Behinderung als auch Unternehmen und bietet eine umfassende Beratung an.

Menschen mit Behinderung, die eine Beschäftigung suchen, und inklusionsinteressierte Unternehmen erhalten auf der Seite www.inklusives-unternehmensnetzwerk.de weitere Informationen und die Möglichkeit, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen.

Titelbild: Silke Grünewald, Lukas Löffelmann und Jolin Kirchhoff (v.l.n.r.) absolvieren eine Duale Ausbildung in der JH Köln-Riehl